25. April 2018
 
 
 aktuell
 report
 VLN
 DTC
 multimedia
 service
 intern
 
News - Rallye Weltmeisterschaft
WM Lauf? Die Chancen stehen gut!
2001-04-20 - sp

 
Links zum Thema
  • Die aktuellsten Headlines
  • Opel Corsa 1600 für Rallye WM und DM
    Ehrenrunde für die Peugeot-Truppe in Australien
    Colin McRae und sein langjähriger Beifahrer Nicky Grist gehen getrennte Wege
    Überlegen: Titelgewinn und Doppelsieg für Peugeot
  • Newsarchiv
  • Alle Berichte auf einen Blick
  • Termine
  • Aktuelle Saison
    Saison 2002
    Rallyesportler gelten als die Zehnkämpfer des Motorsports - sie fahren nicht nur bei Schönwetter auf trockenen Pisten im Kreis herum, sie driften selbst auf Schotter, Schnee und Eis sowie gegebenenfalls auch bei Nacht und Nebel. Lenkrad-Akrobaten für alle Jahreszeiten. Von Ende Januar bis Ende November eines jeden Jahres kämpft diese wilde Truppe weltweit bei 14 Weltmeisterschaftsläufen um sportlichen Ruhm und Ehre, um WM-Punkte und frischen Siegerlorbeer. Ein beinharter und enger Kampf um Zehntelsekunden - mit extrem hoher Leistungsdichte: Nicht selten gewinnt ein Team nach knapp 400 Bestzeitkilometern mit nur wenigen Metern - oder eben Sekundenbruchteilen - Vorsprung. Reichlich Action in einer sportlich spannenden Arena, wo in der WM-Saison 2001 gleich sieben Automobil-Hersteller kräftig mitmischen. Citroën, Ford, Hyundai, Mitsubishi, Peugeot, Subaru und Skoda sind mit jeweils bis zu fünf Teams mit von der Partie. Aber die Franzosen mit dem brandneuen Citroën Xsara T4 WRC (World Rally Car), die Koreaner mit dem frischen Accent WRC2 und die tschechische VW-Tochter mit dem Octavia WRC - hier kämpft der Deutsche Armin Schwarz um internationale Anerkennung - gelten noch als WM-Lehrlinge, bestreiten nur ein Rumpfprogramm. Branchenkenner rechnen in naher Zukunft sogar mit weiteren Herstellern in dieser High-Tech-Herausforderung. Fiat, Opel, Rover, Suzuki und VW schieben mit ihren vorgestellten oder geplanten Einsatzfahrzeugen für die preiswertere Super-1600-Division jedenfalls schon den Fuß in die Tür zur ganz großen Bühne.
    Eine internationale WM-Bühne - aufgeteilt in 14 Szenarien, die 2001 die nationalen Automobilclubs von Monaco, Schweden, Portugal, Spanien, Argentinien, Zypern, Griechenland, Kenia, Finnland, Neuseeland, Italien, Frankreich, Australien und Großbritannien gestalten. Allesamt Veranstalter, die sich alljährlich bewähren müssen und keinerlei Dauerrechte auf den WM-Status gepachtet haben. Hochkarätige EM-Runden (Höchstkoeffizient 20) werden von der FIA-Motorsportbehörde für den Fall des Ausfalles gerne als Aufsteiger ausgeguckt - so geschehen wieder im Vorjahr, als für die abgesagte China-Rallye Zypern als WM-Ausrichter nachrückte.
    Unabhängig von zusätzlichen FIA-Überlegungen, den WM-Kalender von 14 auf 16 Rallye-Runden aufzustocken und damit dem Formel-1-Zyklus näher zu bringen, rechnet sich auch ADAC Sportpräsident Hermann Tomczyk gute Chancen für den begehrten WM-Status aus: "Die ADAC Rallye Deutschland wird im Jahr 2001 in eine neue Dimension vorstoßen. Die Rallye soll noch kompakter, noch spannender, noch zuschauerfreundlicher werden. Ziel ist ein neues Rallye-Format, das auch nach den internationalen Maßstäben zur Weltspitze gehört und den Vorgaben des Motorsport-Weltverbandes FIA für WM-Rallyes entspricht." Der Blick in die bekannte Glaskugel verhehlt allerdings nicht, dass außer Deutschland auch Veranstalter in Japan, Kanada, Libanon, Mexiko, Norwegen, Oman und in den USA als potenzielle WM-Kandidaten gehandelt werden. Der ADAC ist sich dieser Situation bewusst. Tomczyk: "Unsere Chancen sind so gut wie noch nie. Doch wir müssen mit Leistung überzeugen." Die Karten für die Aufnahmen in die Rallye-WM sehen gar nicht so schlecht aus. Bei der Aufstockung des WM-Kalenders von 14 auf 16 Läufe ist die FIA auf der Suche nach Veranstaltungen mit unterschiedlichen Charakteren. Und einen Lauf, wie die Rallye Deutschland ihn darstellen würde gibt es im aktuellen Terminkalender noch nicht. Die Rallye würde so zusagen als "Weinberg-Rallye" einen einzigartigen Event bieten. Ein weiteres Kriterium bei der Auswahl der Kandidaten ist die kommerzielle Seite. Auch hier wäre Deutschland in einer führenden Position der deutsche Markt ist für die Autohersteller in der Rallye-WM einer der wichtigsten Märkte ist sich David Richards, Chef der Vermarktungsfirma ISC, sicher: "Für mich persönlich steht Deutschland unter den vier bis fünf neuen Bewerbern an erster Stelle." Richards ist auch Mitglied in der Kommission, die über die Aufnahme bestimmt. Die Rallye Deutschland ist zwar in diesem Jahr noch kein WM-Lauf aber die Veranstalter versuchen eine Generalprobe für 2002 auf die Beine zu stellen. Mit der kompaktesten, zuschauerfreundlichsten und qualitativhochwertigsten Rallye Deutschland aller Zeiten wollen sich die Veranstalter endgültig das WM-Prädikat sichern. In diesem Jahr stehen schon einige Teams und Fahrer aus der Rallye-WM in der Starterliste des größten Deutschen Rallye-Events. Aus dem Hause Peugeot, ist es der amtierende Weltmeister Marcus Grönholm der sich von der Qualität der Rallye überzeugen möchte. Auch Ford schickt zwei seiner Ford Focus an den Start. "Fest steht, dass Mundl Baumschlager mit seinem Auto aus der Österreichischen Meisterschaft startet", so Martin Whitaker, Ford Sportchef. "Der zweite Fahrer wird voraussichtlich Francois Delecour werden." Der Deutsche Armin Schwarz wird mit seinem Skoda Octavia die 374.56 km WP-Kilometer der 19 WPs unter die Räder nehmen.

     
     
     Navigation: zurück | Seitenanfang | Startseite
    © & Design 2000 - 2018 Sascha Pick