21. April 2018
 
 
 aktuell
 report
 VLN
 DTC
 multimedia
 service
 intern
 
News - BFGoodrich Langstreckenmeisterschaft Nürburgring
Scheid-BMW bei Rennabbruch auf Podestkurs
2005-03-25 19:24:14 - sp

(c) spmm.de
Kainz kämpfte sich vom Ende des Feldes auf den dritten Rang nach vorne
 
Links zum Thema
  • Verwandte Headlines
  • Fugel-S2000 überraschte auf dem Ring
    Geisterrennen zum Saisonstart
    Saisonauftakt aus Sicherheitsgründen abgebrochen
  • Zugehöriges Fotoset
  • 1. Lauf BFGoodrich Langstreckenmeisterschaft - 54. ADAC Westfalenfahrt
  • Newsarchiv
  • Alle Berichte auf einen Blick
  • Termine
  • Aktuelle Saison
    Saison 2002
    Bei den Test- und Einstellfahrten am Freitag galt es zunächst einmal, den leicht überarbeiteten ATE-Powerblitz, liebevoll auch Eifelblitz genannt, auf die veränderten Teile wie zum Beispiel den kleineren Heckflügel abzustimmen. Anschließend sollte sich der neue Fahrer im Team, Dennis Rostek aus Porta Westfalica, mit dem für ihn unbekannten BMW M3 GTR-S aus dem Hause Scheid Motor Sport vertraut machen.

    Doch bereits früh am Freitagmorgen der erste Schock für Johannes Scheid: Dennis meldet sich krank. "Für mich ist fast eine Welt zusammengebrochen, als ich Donnerstagabend merkte, dass mich das Virus erwischt hatte", so Rostek. Dank der guten ärztlichen Betreuung und mehreren Infusionen konnte die Reise in die Eifel am Freitagabend dennoch angetreten werden.

    So war es Oliver Kainz vorbehalten, den BMW am Freitag einzufahren. „Bereits Ausgang der Boxengasse merkte ich sofort, dass der neue FEV-Motor fantastisch läuft. Der Motor hängt sensationell gut am Gas, besser geht es nicht“, strahlte der Kfz-Meister aus Kottenheim bei Mayen, nach seinen ersten Runden auf der Grand-Prix-Strecke.

    Das Grinsen im Gesicht von Teamchef und Fahrer Johannes Scheid wurde nur durch einige kleinere Reparaturen, die allerdings gewohnt schnell ausgeführt wurden, kurzfristig vertrieben. „Der neue, kleinere Heckflügel macht sich nicht negativ bemerkbar. Eher im Gegenteil, mit dem Abtrieb auf der Hinterachse bin ich sehr zufrieden“, freute sich Johannes Scheid kurz vor dem Start in seine 36. Rennsaison.

    Der Samstagmorgen begann dann ebenfalls wieder mit einem leichten Schocker: nach herrlichem „Kaiserwetter“ am Freitag präsentierte sich die Nordschleife rundherum nass. Schwierige Bedingungen also für Dennis Rostek, um sich mit dem neuen Auto vertraut zu machen. Nach fünf langsamen Runden auf der Grand-Prix-Strecke nahm der 31-jährige dann die ersten beiden Runden Nordschleife im Scheid-BMW unter die Räder.
    Und siehe da, Dennis kommt mit der viertbesten Zeit im Regen aus seinen ersten beiden Runden zurück. „Dabei kam es mir gar nicht mal so schnell vor. Das Auto ist jedoch sehr gutmütig zu fahren, der Motor hängt prima am Gas.“

    Nachdem Johannes Scheid diesen Eindruck bestätigen konnte, nahm Oliver Kainz dann auf Slicks den Kampf um eine gute Startposition auf. Bereits in seiner ersten fliegenden Runde platzierte er den ATE-Powerblitz auf Rang 5. Allerdings war klar, dass durch die abtrocknende Strecke die Zeiten nun schlagartig sinken werden. So ging es noch zwei weitere Runden auf Zeitenjagd und Oliver stellte den Scheid-BMW auf den ausgezeichneten fünften Startplatz, nur eine halbe Sekunde hinter dem Werks-BMW von Jörg Müller und Duncan Huismann. „Klar hätte ich mein Auto gerne vor dem Schnitzer-BMW gesehen, aber Platz 5 ist aller Ehren wert“, freute sich Johannes Scheid nach dem Training.

    Leicht verspätet startete dann um 12:30 Uhr die Saison 2005 in ihr erstes Rennen. Auch hier wieder ein Schock zu Beginn: im Startgetümmel bekam Oliver Kainz in der Mercedes-Arena einen Schubser, drehte sich und fiel ans Ende des Feldes zurück. „Keine Ahnung, wer mich da berührt hat, aber es war sicher keine Absicht. Es war halt verdamm eng dort“, gab Oliver Kainz zu Protokoll.


    Bange Blicke in der Scheid-Box: Hat der Wagen das unbeschadet überstanden? Kann Oliver sich vom Ende des Feldes nach vorne arbeiten? Aber schon nach der ersten Runde nur noch fröhliches Kopfschütteln bei den Teammitgliedern. Der „Rainman“ Oliver Kainz kämpfte sich mit einer sensationellen Leistung innerhalb einer Runde vom Ende des Feldes bis auf Rang acht nach vorne.
    Und die Aufholjagd im Regen ging weiter, Oliver macht Platz um Platz gut und war bereits nach drei Runden auf Platz drei hinter Uwe Alzen im allradgetriebenen Turbo-Porsche und Hans-Joachim Stuck im Schnitzer-BMW. Oliver Kainz ließ Duncan Huismann im zweiten Werks-BMW, Marcus Grossmann in der Zakspeed-Viper sowie die gesamte Porsche-Armada hinter sich.

    „Es war herrlich, einen nach dem anderen zu überholen und diese dann im Rückspiegel immer kleiner werden zu sehen. Aber im leichten Regen klebten die Dunlop-Slicks förmlich auf dem Asphalt, so dass es für mich gar nicht so schwierig war. Ein riesen Kompliment jedenfalls an Dunlop, mit diesen Reifen werden wir diese Saison noch einiges zeigen können. Der nicht nur bärenstarke, sondern vor allem sehr gut fahrbare FEV-Motor machte es mir möglich, so gut zu fahren. Es freut mich jedenfalls, dass es so gut lief, und ich bin für die Saison sehr optimistisch“, freute sich Oliver Kainz nach dem Rennen.

    Kainz konnte sechs Runden lang die Zeiten eines Strietzel Stuck mitgehen, bis der Nebel im Bereich Flugplatz immer dichter wurde und Rennleiter Peter Bröcher das Rennen aus Sicherheitsgründen abbrechen muss.

    Lange Gesichter natürlich bei allen Teilnehmern, besonders jedoch in der Scheid-Box, wo man auf einem guten Weg in Richtung Klassensieg und Gesamtrang drei war.

    Besonders enttäuscht natürlich Dennis Rostek, der gar nicht zu seinem ersten Renneinsatz im Scheid-BMW kam: „Ich bin sehr froh, dass trotz meines angeschlagenen Gesundheitszustands den Weg zum Nürburgring auf mich genommen habe. Ich habe mich in den letzten Wochen jeden Tag intensiv körperlich auf die neue Rennsaison vorbereitet und freue mich nach den gezeigten Leistungen vom Samstag sehr auf den zweiten Lauf der Meisterschaft am 9. April. Das Auto ist viel versprechend und das Team hat mich sehr gut aufgenommen.“

    Teamchef Johannes Scheid: „Schade für Dennis, dass er nicht fahren konnte. Aber so kann er vor seinem ersten Renneinsatz wenigstens richtig testen. Ich bin überzeugt, er wird sich schnell mit dem Auto vertraut machen. Ein riesen Kompliment aber an Oliver Kainz, klasse Leistung von ihm. Ich bin sehr optimistisch für die Saison, zumal unsere Partner FEV, Dunlop und KW über den Winter einen klasse Job gemacht haben.“

     
     
     Navigation: zurück | Seitenanfang | Startseite
    © & Design 2000 - 2018 Sascha Pick