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News - BFGoodrich Langstreckenmeisterschaft Nürburgring
Mühlner Motorsport ist auch in der größeren SP5 siegreich
2004-07-27 00:14:36 - sp

(c) spmm.de
Erneuter Klassensieg für Ulli Andree
 
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    Beim sechsten Lauf zur Deutschen Langstrecken-Meisterschaft auf dem Nürburgring wagte das Volvo Team Mühlner Motorsport den Wechsel in eine höhere Wertungskategorie. Ulli Andree gewann mit dem Volvo S60 auch beim ersten Start in der neuen Liga – während Heinz-Josef Bermes/Thomas Koll mit dem zweiten Volvo in der angestammten Klasse den zweiten Platz belegten.

    Andree hatte in der Kategorie „SP4“ für Spezialtourenwagen mit bis zu 2,5 Litern Hubraum vier Saisonsiege und einen zweiten Platz eingeheimst. Am Sonnabend ging er freiwillig und ohne Änderungen an der Technik seines Volvo S60 zum ersten Mal in der Klasse „SP5“ an den Start, deren Hubraumlimit bei drei Litern liegt. „Die Meisterschaftspunkte für die Gesamtwertung werden nach einem Koeffizienten-Schlüssel vergeben, der sich nach der Anzahl der Starter pro Klasse richtet“, erläutert Teamchef Bernhard Mühlner den freiwilligen Aufstieg. „Das heißt: Je mehr Autos in einer Kategorie starten, desto höher sind die Punkte für die Gesamtwertung, mit denen die Platzierungen in der jeweiligen Klasse belohnt werden.“

    Da in der Klasse SP5 mehr Teilnehmer starten als in der SP4, steigen so die Chancen für Andree, auch in der Gesamtwertung der Deutschen Langstrecken-Meisterschaft noch einen deutlichen Sprung nach vorn zu machen. Allerdings muss der zweifache Familienvater aus Köln sich in der höheren Liga auch mit anderen Kalibern messen. Der 300 PS starke 2,5-Liter-Fünfzylinder trifft unter anderem auf BMW M3 (E46), Alfa GTV Coupé, Seat Leon Turbo und Renault Clio V6. „Uns war klar, dass der Wechsel in die SP5 mit einem gewissen Risiko verbunden ist“, räumte Mühlner nach der erst am Freitagmittag getroffenen Entscheidung ein. „Nicht nur, weil das Feld größer ist – sondern auch, weil Ulli Andree unter Umständen viel härter fighten muss und in engen Rennsituationen auch mal beim Überrunden mehr Risiken eingehen muss. Das kann dann auch mal den einen oder anderen Blechkontakt zur Folge haben. Aber die Perspektive, auch in der ´SP5´gut auszusehen und damit in der Gesamtwertung einen Sprung zu machen, ist sehr verlockend.“

    Am Samstag bewies Andree gleich, dass der Klassenwechsel sich gelohnt hat. Der Blondschopf qualifizierte sich in der neuen Kategorie für die Pole Position und übernahm auch vom Start weg die Führung. Die hielt er auch bis zum planmäßigen Boxenstopp nach der 11. Runde. Beim Service ging der BMW M3 von Ivano Guiliani/Manfred Werker vorbei. Das Duo stoppte wenig später, Andree ging wieder in Front. Doch in der 13. Runde musste das Rennen wegen eines Unfalls und einer danach nötigen Leitplankenreparatur abgebrochen werden. In solchen Fällen wird die jeweils die vor der Roten Flagge absolvierte Runde für die Wertung herangezogen – jene Runde, in welcher der BMW noch nicht an der Box gewesen war. So hatten Guiliani/Werker beim Neustart plötzlich einen Vorsprung von 1.05 Minuten auf Andree.

    Der Volvo Pilot eröffnete in der zweiten Rennhälfte sofort die Aufholjagd. „In den ersten drei Runden nach dem Neustart konnte ich 40 Sekunden gutmachen. Aber auf einmal stagnierte das“, staunte Andree. „Nach einer kurzen Phase, in der nichts richtig vorwärts ging, kam ich dann nach und nach wieder an den BMW heran.“ Dann allerdings spielte das Sperrdifferenzial nicht mehr mit. „Die Traktion aus den Zweite- und Dritte-Gang-Kurven war nicht mehr so toll.“

    Dennoch konnte Andree den BMW einholen und vier Runden vor Schluss die Führung übernehmen. Einmal in Front, schüttelte er den BMW in der Endphase um mehr als 15 Sekunden ab und gewann bei seinem ersten Start in der Dreiliter-Klasse. „Das Rennen war aber deutlich schwieriger, als es anhand des Resultats den Anschein hat. Mit dem Abbruch und der Aufholjagd hatte ich allerhand zu tun. Ich musste wirklich hart um diesen Sieg kämpfen – und bin froh, dass mir gleich bei meinem ersten Start in der neuen Kategorie dieser Erfolg gelungen ist“, strahlte Andree. „Das gibt unserer doch etwas riskanten Entscheidung im Nachhinein recht.“

    In Volvos angestammter Klasse „SP4“ rechneten sich Heinz-Josef Bermes/Thomas Koll mit dem zweiten Volvo S60 reelle Siegchancen aus. Aber gegen ein Opel Astra Coupé vom renommierten Tuner Kissling hatte das Duo keine Chance. Die Opel-Paarung Rainer Bastuck/Reinhard Huber qualifizierten sich für die Pole und gewannen auch das Rennen. Koll startete vom zweiten Platz, blieb länger draußen als der Gegner, ging deswegen in Führung und übergab für den Mittelturn an Bermes. Da die Mühlner-Mannschaft den schnelleren Boxenstopp hinlegte, blieb Bermes zunächst auch in Führung. Aber der Rennabbruch machte das obsolet. Das Team stellte die Taktik um und schickte Koll zum Neustart gleich wieder ins Cockpit: „Er war schneller als ich, und schließlich ging es darum, das Auto nach vorn zu bringen“, zeigte sich Bermes einsichtig.

    Aber auch Koll konnte die Niederlage gegen Bastuck/Huber nicht abwenden. Der Volvo S60 lief als Zweiter ein. „Von der Grundschnelligkeit her hat´s heute einfach nicht gereicht. Bastuck/Huber waren einfach schneller“, räumte Bermes ein. „Das muss man realistischer Weise einsehen. Andere Tuner bauen halt auch gute Autos...“

    Teamchef Mühlner zog ein positives Fazit: „In unserer angestammten Klasse ´SP4´haben wir ein spannendes Duell zwischen dem Kissling-Opel und Bermes/Koll gesehen. Mit Platz 2 haben unsere Fahrer das Optimum aus diesem Rennen herausgeholt. Mit dem Abbruch und dem Neustart herrschte doch ein ziemliches Durcheinander. Dass Ulli Andree bei seinem ersten Einsatz in der größeren Kategorie gleich gewinnen konnte, ist natürlich ein Einstand nach Maß.“

     
     
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