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News - Int. ADAC 24h Rennen Nürburgring
Mühlner feiert Sieg in der Klasse A4
2004-06-14 14:52:19 - sp

(c) spmm.de
Gesamtrang 12 für Andree/Bermes/Middendorf/Seidel
 
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    Das Volvo Team Mühlner Motorsport hat zum zweiten Mal in Folge das prestigeträchtige 24-Stunden-Rennen auf dem Nürburgring gewonnen. Mehr als 220 000 Zuschauer rund um die "Grüne Hölle"
    erlebten begeistert, wie das Fahrerquartett Ulrich Andree, Andreas Middendorf, Heinz-Josef Bermes und Jörg Seidel ihren Volvo S60 mit perfekter Taktik und kontrollierter Offensive über einen Großteil der Distanz hinweg in Führung hielten und letztlich mit klarem Vorsprung vor dem BMW M3 von Rainer Wehner/Hans-Hatto Karl/Peter Bauer/Arnd Meyer gewannen. Auch das widrige Wetter mit vielen Regenschauern und die damit verbundene Reifenlotterie konnte Volvo und das Team von Bernhard Mühlner nicht erschüttern.

    Bei der Triumph-Tour hatte die Volvo Mannschaft lediglich eine Schrecksekunde zu überstehen: Einen Unfall im zweiten Turn am Samstagnachmittag.

    Ulli Andree startete das Rennen am Sonnabend um 15 Uhr vom zweiten Platz aus. Da es bis etwa eine Stunde vor dem Start geregnet hatte, die Reifenwahl für den Startturn aber bis um 14:10 Uhr getroffen sein musste, war die Frage nach der richtigen Bereifung nicht einfach zu beantworten: Regenreifen, Intermediates oder gar Slicks? Andree setzte auf die mit geringerer Profiltiefe geschnittenen Intermediates, der auf Pole stehende BMW trat dagegen mit Regenreifen an. "In der ersten Runde war es für die Intermediates noch ein bisschen zu feucht. Aber danach wurde es besser", fasste der Kölner die Startphase zusammen. "Das hat auch Rainer Wehner im BMW vor mir gemerkt. Deswegen hat er mich in der zweiten Runde bei der Einfahrt zum Wehrseifen sportlich-fair vorbei gelassen."

    Andree hielt den knapp 300 PS starken Göteborger Fünfzylinder danach während seines 1:40 Stunden langen Startturns in Führung und übergab an Jörg Seidel. Der Volvo Rückkehrer blieb zunächst ebenfalls in Front, wurde dann aber im dichten Verkehr des über 180 Autos großen Starterfeldes aus heiterem Himmel von einem Honda rittlings gerammt. "Der Einschlag kam für mich völlig überraschend. Ich konnte nichts tun, um den Unfall noch zu vermeiden", berichtete Seidel. "Aber auf solche Zwischenfälle muss man bei diesem 24-Stunden-Rennen immer gefasst sein. Sie lassen sich bei dieser Mega-Veranstaltung mit dem Riesen-Starterfeld nicht vermeiden. Für einen Moment denkt man nach solch einem Unfall immer das schlimmste. Doch zum Glück habe ich nach meiner Schrecksekunde recht schnell gemerkt, dass der Volvo nicht zu schlimm beschädigt worden ist."

    Seidel brachte den Volvo S60 mit erheblichen Flurschäden zurück zur Box und verlor so die Führung.
    "Die hintere rechte Seitenwand war eingedrückt, Stoßstange und Kotflügel beschädigt, der Reifen hat am Radhaus geschleift", fasste Teamchef Bernhard Mühlner zusammen. "Während der Reparatur haben wir etwa zehn Minuten gestanden."

    Seidel fuhr nach dem unverschuldeten Crash und der folgenden Instandsetzung weiter – und brachte den Volvo noch am Ende seines Turns prompt wieder am BMW
    M3 von Wehner/Karl/Bauer/Meyer vorbei in Führung.

    Danach lief bei Mühlner alles zusammen. In der Regenreifen-Lotterie zog die Nordschleifen-erfahrene Mannschaft im Gegensatz zur Konkurrenz über die gesamte Distanz hinweg nicht eine einzige Niete. "Wir waren wirklich immer richtig bereift", strahlte Andree. "Und das Wetter hat uns wirklich in die Hände gespielt. Wir waren im Regen teilweise um bis zu eine Minute schneller als alle anderen." Andreas Middendorf
    präzisierte: "Durch die vielen Veränderungen, die Mühlner dem Volvo für dieses Rennen angedeihen liess, ist der Wagen zwar deutlich aggressiver geworden. Aber dennoch hat er seine grundsätzliche Charaktereigenschaft behalten: Er ist – genau wie die Volvo Straßenautos auch – ein recht gutmütiger Wagen.
    Das ist im Regen natürlich ein Segen."

    Im Laufe der Renndistanz stellte sich obendrein
    heraus: Der Volvo konnte 12 Runden mit einer Tankfüllung absolvieren; außer einem Wechsel der Bremsbeläge nach 12 Stunden fielen keine zusätzlichen Wartungsarbeiten außerhalb der normalen Routinestopps an. "Wir haben uns später sogar noch den Luxus geleistet, einen Ölwechsel vorzunehmen", erhellte Teamchef Mühlner. "Aber das hat auch nicht länger gedauert als das ganz normale Nachtanken."

    Am Sonntagvormittag, als der Volvo längst souverän in Führung lag und es wieder mal zu regnen begann, ging Boss Mühlner noch mal auf Nummer sicher: "Wir haben Jörg Seidel einmal vorsichtshalber außerplanmäßig reingeholt, um auf Intermediates zu setzen. Aber ansonsten sind wir unserer Strategie über das gesamte Rennen hinweg treu geblieben. Auch wenn die Reifenwahl wirklich nicht einfach war. Denn wegen der Witterung hatte man dauernd wechselnde Witterungsverhältnisse – und zwar nicht von Runde zu Runde, sondern häufig sogar von Streckenabschnitt zu Streckenabschnitt."

    Mit dem sicheren Klassensieg und der Fahrt auf einen eindrucksvollen 12. Rang in der Gesamtwertung, die in diesem mit DTM- und GT-Werksteams hochkarätiger besetzt war als lange zuvor, wiederholte das Volvo Team Mühlner den Vorjahressieg des Volvo S60.
    Gleichzeitig erzielte Heinz-Josef "Juppy" Bermes schon seinen 14. Klassensieg bei Deutschlands größter Motorsport-Einzelveranstaltung. Damit baute der Speditionsunternehmer aus Willich seine einsame Spitzenposition in der Ewigen Bestenliste des 24-Stunden-Rennens weiter aus. "Das Rennen war in diesem Jahr in allen Belangen schwieriger als im Vorjahr", jubilierte der Rekordhalter. "Bei solch extremen Bedingungen zahlen sich natürlich die Erfahrung des Mühlner-Teams und die hervorragenden Fahreigenschaften unseres Volvo S60 ganz besonders aus. Wir können wirklich stolz und glücklich über diesen Erfolg sein."

     
     
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