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News - Int. ADAC 24h Rennen Nürburgring
BMW-Doppelsieg beim 24h-Rennen auf dem Nürburgring
2004-06-13 23:52:54 - sp

(c) spmm.de
Grundlage für den Sieg war ein Null-Fehler-Rennen, so Stuck nach dem Sieg
 
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    Unbelohnt blieben beim Eifel-Klassiker zwei Teams, die mit Parforce-Ritten den Fans an der Strecke eine tolle Show boten. Die Pole-Sitter Klaus Ludwig / Uwe Alzen / Jürgen Alzen / Michael Bartels (Porsche 996 Turbo) fielen nach dem Sieg beim Startduell schon in der ersten Rennstunde nach einem Reifenschaden auf Position 136 zurück. Nach einer 19-stündigen Vollgas-Jagd arbeiteten sich die Privatiers im Vitaphone-Team bis auf den sechsten Rang vor. Ein Motorschaden zwei Stunden vor Zieleinlauf beendete den fulminanten Ritt. Auch die Vorjahres-Siegermannschaft blieb ohne zählbaren Erfolg: Beide Opel Astra V8 Coupé in Werksfarben kämpften mit den Tücken der „Grünen Hölle“: Mit der Besetzung Manuel Reuter / Timo Scheider / Volker Strycek / Marcel Tiemann konnte sich das nach mehrfachen Unfall-Reparaturen zwischenzeitlich bis auf Position 86 zurückgefallene Team schließlich auf den zehnten Platz vorarbeiten.

    24 Stunden-Rekordklassensieger Heinz-Josef Bermes aus Willich baut seine Erfolgsserie weiter aus. Zusammen mit Ulli Andree, Andreas Middendorf und Jörg Seidel feierte Bermes am Steuer des Mühlner-Volvo S60 seinen 14. Klassensieg in der Geschichte des Eifel-Klassikers. Verfolger Johannes Scheid konnte seinen zehn Erfolgen keinen weiteren hinzufügen, nachdem sein BMW M3 bereits in den Abendstunden nach einem Unfall abgestellt werden musste.

    Rennleiter Schnock: „Tolle Zuschauer-Resonanz“
    Eine Hauptrolle spielte in diesem Jahr das Wetter beim Eifel-Klassiker. Mit einem Platzregen in der ersten Rennstunde, der für Aufregung und unzählige Positionswechsel sorgte, begannen wechselhafte Stunden. Sowohl die sportliche Bilanz als auch das Fazit der Organisatoren fiel dennoch positiv aus: „Wir sind selbst überrascht über die tolle Zuschauer-Resonanz“, freute sich Rennleiter Hans Schnock. „Am Samstag konnte ich im Helikopter eine Runde über die Nordschleife drehen und mich mit eigenen Augen überzeugen: Trotz des wechselhaften Wetters sind 220.000 Fans angereist.“

    Stimmen nach dem Rennen

    Hans-Joachim Stuck: „Das ganze Schnitzer-Team, die Fahrer und Techniker haben einen Null-Fehler-Job gemacht. Nur so war der Sieg hier möglich. Sicherlich: Der letzte ist immer der schönste Sieg. Aber schon diese unglaublich lange Strecke und die ständig wechselnden Witterungsbedingungen machen den Sieg heute hier gleichwertig mit einem Erfolg in Le Mans. Ich bin nun schon ein paar Jahre im Geschäft und habe sicherlich schon viele Rennen hinter mich gebracht. Aber diese 24h-Rennen war physisch eines der härtesten meiner Karriere.

    Boris Said: „Das war cool! Diese Strecke, dieses Rennen: Wenn ich das alles meinen Freunden in den USA erzähle, werden sie vermutlich kein Wort verstehen. Die Bedingungen hier waren wirklich schwierig. Aber BMW hat mit diesem Auto auch die ultimative Renn-Maschine gebaut.“

    Lucas Luhr: „Der Wechsel vom Turbo- auf den Sauger-Porsche von 2003 auf 2004 war sicherlich die richtige Entscheidung. Ohne die Leistungen aus dem vergangenen Jahr schmälern zu wollen, war der Sieg heute mehr wert als der im vergangenen Jahr. Diese Rennen mit permanent höchster Konzentration zu fahren war unglaublich anstrengend. Die Informationen von der Strecke, in welcher Ecke es nass ist, waren ständig überholt. Deshalb erlebte man immer wieder Überraschungen.“

    Volker Strycek: „Wir sind in der Nacht von Platz 86 auf Position neun vorgefahren und hatten seitdem keine technischen Probleme mehr. Es macht riesigen Spaß, dieses Auto zu fahren. BMW hat hier einen fehlerfreien Job gemacht und den Sieg absolut verdient. Bei uns haben die Fahrer die Fehler gemacht. Aber bei Aquaplaning ist man als Pilot oftmals eben nur Passagier im Fahrzeug.“

    Uwe Alzen: „Zwei Stunden vor Schluss auszufallen ist natürlich für alle im Team eine riesen Enttäuschung – vor allem weil uns die Fans bei Wind und Wetter so sehr unterstützt haben.“

    Karl Wendlinger: „Gerade in der Nacht waren die Verhältnisse schon extrem. In diesem starken Feld ist der undankbare vierte Platz nicht schlecht. Wir haben einfach ein paar Mal öfter Pech gehabt bei der Reifenwahl. Und die wenigen Minuten, die wir bei zusätzlichen Boxenstopps verloren haben, fehlen uns jetzt im Ziel zum Podium.“

    Dirk Müller: „Unser Fahrzeug ist überhaupt nicht vergleichbar mit dem M3 aus der ETCC. Der GTR ist ein Vier-Liter-V8 mit 500 PS – sicherlich der schnellste M3 aller Zeiten. Hans hat einen Klasse-Job gemacht. Er hat uns mit hervorragenden Tipps versorgt und auch deshalb konnten wir ein Null-Fehler-Rennen hinlegen. Dazu kam, dass es eine reine Freude war, welche Leistung Jörg beim ersten Stint gezeigt hat. Von der Konzentration her war es ungemein anspruchsvoll – ich bin um 100 Jahre gealtert.“

    Jörg Müller: „Der Sieg beim 24h-Rennen hier am Nürburgring ist sicherlich viel mehr wert, als Rennsiege in Tourenwagen-Sprintrennen. Immer wenn ich mit dem M3 GTR auf die Nordschleife ging, musste ich erst einmal den Hintern zusammenkneifen – dieses Auto auf dieser Strecke: Das war eine ganz eigene Kombination. Das Rennen war sehr anstrengend. Und damit meine ich nicht die Physis – durch den Regen war es ein relativ langsames und deshalb körperlich nicht anspruchsvolles 24h-Rennen. Aber vom Kopf her war es hart: Wir hatten ständig wechselnde Streckenbedingungen und deshalb auch immer wieder die falschen Reifen aufgezogen. In dieser Beziehung war es das härteste Rennen meiner Karriere.“

    Pedro Lamy: „Von meinen insgesamt drei Siegen war dies heute nicht der schwierigste. Aber es war trotzdem ungemein anspruchsvoll. BMW hat ein großartiges Auto gebaut und Michelin ungemein präzise Reifen geliefert. Ich war von Beginn an beeindruckt über die Art, wie BMW am Erfolg gearbeitet hat.

    Duncan Huisman: „Vergangenes Jahr hatten wir beim 24h-Rennen in Spa auch Regen. Insofern hatte ich ein wenig Erfahrungen mit diesen Wetterbedingungen. Aber damals hatten wir Regen von 4.00 Uhr bis 16.00 Uhr – nicht während des ganzen Rennens.“

    Arno Klasen: „In der Nacht hat uns der Defekt eineinhalb Runden gekostet. Deshalb war an Angriff nicht mehr zu denken. Aber mit der dritten Position können wir mehr als zufrieden sein. Immerhin haben wir einige super aufgestellte Werksteams hinter uns gelassen. Die knappen Ressourcen, die in einem Privatteam naturgemäß vorhanden sind, wurden optimal genutzt.“

    Timo Bernhard: „Die Jungs von BMW haben einen Super-Job gemacht. Herzlichen Glückwunsch dazu. Wir haben als Privatteam das Maximum herausgeholt. Olaf Manthey und sein Team haben ein schnelles und zuverlässiges Auto auf die Beine gestellt. Bei dieser Witterung und gegen diese Konkurrenz ist die dritte Position heute sicherlich mehr wert als der dritte Platz 2003.“

    Olaf Manthey: „Ich war auf dem Fahrzeug mehr oder weniger als eiserne Reserve genannt und wäre eingesprungen, wenn ein Fahrer ausgefallen wäre. Aber bei diesen Klasse-Jungs brauchte ich keine Angst zu haben und konnte mich – abgesehen von meinen beiden Pflicht-Runden im Training – voll auf die Strategie an der Boxenmauer konzentrieren. Ich habe 2004 mein dreißigstes Motorsport-Jahr voll gemacht. Ich denke, dass Jüngere jetzt mit dem Fahren dran sind.“

    Die Top 10 der Gesamtwertung:
    1. Müller/Müller/Stuck/Lamy (BMW) 143 Runden
    2. Lamy/Said/Huisman/Stuck (BMW) 1 Rd. zur.
    3. Luhr/Klasen/Bernhard/Manthey (Porsche) 2 Rd. zur.
    4. Abt/Huisman/Stippler/Wendlinger (Abt-Audi TT-R) 3 Rd. zur.
    5. Asch/Schoysman/Kinoshita/Tanaka (Nissan) 8 Rd. zur.
    6. Jäger/Schmickler/Price (Porsche) 10 Rd. zur.
    7. Otto/Weiss/Erkes/Zinnow (Porsche) 12 Rd. zur.
    8. Abt/Ekblom/Ekström/Huisman (Abt-Audi TT-R) 12 Rd. zur.
    9. Wolfsgruber/Kiesch/Tischner/Tischner (BMW) 14 Rd. zur.
    10. Reuter/Scheider/Strycek/Tiemann (Opel) 14 Rd. zur.

     
     
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