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News - BFGoodrich Langstreckenmeisterschaft Nürburgring
Doppelsieg für Mühlner Volvo beim ersten Einsatz des neuen Autos
2004-05-19 01:15:05 - sp

(c) spmm.de
Erster Einsatz für den zweiten Mühlner-Volvo S60
 
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    Erfolgreiche Generalprobe fürs wichtigste Rennen des Jahres: Das Volvo Partnerteam Mühlner Motorsport erzielte beim vierten Lauf zur BF Goodrich-Langstreckenmeisterschaft auf dem Nürburgring einen lupenreinen Doppelsieg. Solofahrer Ulli Andree landete bereits seinen dritten Saisonerfolg, Andreas Middendorf/Heinz-Josef Bermes brachten den fürs 24 Stunden-Rennen neu aufgebauten Schwesterwagen beim ersten Roll-Out gleich auf dem zweiten Platz ins Ziel.

    Eigentlich sollte das Rennen für das neue Chassis MMV-04 eine bessere Testfahrt unter Wettbewerbsbedingungen werden. „Das Auto hat am Mittwoch in der Werkstatt zum ersten Mal gebrüllt“, berichtete Teamchef Bernhard Mühlner. „Da ist es natürlich nie auszuschließen, dass sich die eine oder andere Kinderkrankheit einschleicht.“

    Zu allzu großer Zurückhaltung ließen sich Middendorf und Bermes bei ihrem ersten Volvo Rennen des Jahres allerdings nicht hinreißen. „Eigentlich sollte es ja wirklich nur ein Roll-Out fürs 24 Stunden-Rennen werden“, wusste Bermes. „Aber Taktik hin oder her – wenn man einmal ins Rennen geht, dann will man immer möglichst gut aussehen.“

    Volvo Dauerstarter Andree stellte den ersten Volvo S60 auf die Pole Position. Middendorf qualifizierte sich hinter Rainer Wehner im BMW M3 und Reinhard Huber in einem Opel Astra des renommierten Kissling-Teams für den vierten Startplatz. „Er konnte am Freitag nicht testen“, lobte Mühlner. „Dass er bei seiner ersten Berührung mit dem neuen Auto gleich so schnell war, ist ein sehr gutes Zeichen.“

    Beim Start zum letzten Rennen vor dem Saisonhöhepunkt Mitte Juni übernahmen zunächst beide Volvo das Kommando. Andree führte vor Blitzstarter Middendorf; zwischen den beiden Göteborger Fünfzylindern befanden sich zwei Porsche aus einer anderen Wettbewerbsklasse. Doch während Andree an der Spitze problemlos seine Soloflucht abspulte, fuhr Middendorf am Ende der ersten Runde der Schrecken in die Glieder. „Die Box, in der die wichtigsten Schalter untergebracht sind, ist im neuen Auto anders platziert, damit wir Fahrer besser an die Schalter herankommen“, erläutert der Architekt aus Grevenbroich. „Daran habe ich mich aber noch nicht gewöhnt. Deswegen habe ich beim Hochschalten mit dem Ellenbogen versehentlich den Hauptschalter ausgemacht. Auf einmal war das Ding aus – und ich wusste nicht warum.“

    Middendorf rollte die Start/Ziel-Gerade hinunter und stellte den Volvo sogar schon ab. „Ich dachte, irgendwas sei gebrochen oder abgerissen.“ Erst nach einer Gedenkminute kam er auf den Hauptschalter als Ursache für die Stille. „Aber dann war auch immer noch der fünfte Gang eingelegt, ich konnte nicht sofort losfahren. Insgesamt hat mich der Zwischenfall gut eineinhalb Minuten gekostet.“ Middendorf fiel ans Ende des Feldes zurück – und entfesselte von dort eine mitreißende Aufholjagd.

    Andree spulte derweil allein in Führung liegend seine zehn Runden bis zum ersten Boxenstopp ab. Beim Service wurde der Volvo S60 betankt und mit neuen Dunlop-Reifen ausgestattet; der verfolgende BMW M3 von Rainer Wehner rückte Andree noch einmal nahe, konnte ihm aber letztlich nicht mehr gefährlich werden. Denn bei dessen Stopp entschied sich das Team kurzfristig zu einem für den BMW ungewöhnlichen Reifenwechsel. Dadurch hatte Andree an der Spitze wieder reichlich Luft.

    Eine Runde nach dem Kölner kam sein Teamkollege Middendorf zur Mühlner-Box. Er hatte sich bereits wieder auf die dritte Position nach vorn gefahren und übergab an Bermes. Der Willlicher kam dank des reibungslosen Stopps am BMW M3 vorbei auf die zweite Position. Die fuhr er souverän nach Hause. „Die neue Aerodynamik macht das Auto sehr gutmütig zu fahren“, strahlte der Rekord-Klassensieger beim 24 Stunden-Rennen. „Dieses Auto ist sicher das Beste, was wir je für ein 24 Stunden-Rennen aus Bernhards Schmiede bekommen haben.“

    Auch Middendorf zeigte sich mit dem zweiten Platz mehr als zufrieden: „Auch ohne mein Problem von der Startrunde hätten wir gegen Ulli Andree nicht mehr als Platz zwei erreichen können – und wollen. Denn schließlich wollen wir ihm keine Meisterschaftspunkte wegnehmen.“

    Der Kölner seinerseits brachte das Rennen in Führung liegend weitgehend unangefochten zu Ende. „Ich musste zwei Runden vor Schluss plangemäß zu einem kurzen Tankstopp an die Box, aber mein Vorsprung hat das locker erlaubt“, strahlte der Sieger. „Ich bin zwei total problemlose Turns gefahren.“

     
     
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