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News - BFGoodrich Langstreckenmeisterschaft Nürburgring
Platz zwei für Mühlner Motorsport - im zweiten Saisonlauf
2004-04-18 12:00:39 - sp

(c) spmm.de
Ulli Andree im zweiten Lauf als Einzelkämpfer unterwegs
 
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    Saison 2002
    Das Volvo Partnerteam Mühlner Motorsport fuhr auch beim zweiten Lauf zur BF Goodrich-Langstreckenmeisterschaft auf dem Nürburgring klar auf Siegkurs – bis die Technik der Mannschaft einen Strich durch die Rechnung machte. Trotz Lichtmaschinenwechsels mitten im Rennen schaute am Ende noch Rang zwei heraus – ein Kraftakt vom allein fahrenden Ulli Andree.

    Bis zur sechsten Runde des vier Stunden langen Rennens deutete alles auf einen weiteren Sieg des Volvo S60 hin. Ulli Andree hatte den zweiten Meisterschaftslauf von der Pole Position aus in Angriff genommen und sich während der ersten beiden Runden einen packenden Zweikampf mit dem BMW M3 von Rainer Wehner geliefert – wie schon beim Saisonauftakt.

    Nach zwei Runden konnte Andree sich von Wehner lösen und einen komfortablen Vorsprung herausarbeiten. Doch schon kurz nach der vermeintlichen Konsolidierung der Spitzenposition begann die Warnlampe für die Lichtmaschine im Armaturenbrett des Göteborger Fünfzylinders aufzuleuchten – in unregelmäßigen und alarmierenden Abständen. „Wir wollten kein Vabanquespiel eingehen und haben Ulli Andree sicherheitshalber aufgefordert, zur Box zu kommen“, sagte Teamchef Bernhard Mühlner. „Wir konnten uns das Aufflackern der Warnlampe zwar nicht erklären – aber wir wollten auf keinen Fall riskieren, dass er als Spitzenreiter irgendwo draußen an der Strecke liegenbleibt.“

    Am Ende der sechsten Runde lief Andree die Box an. „Ich habe beim Fahren nicht gemerkt, dass sich irgendein Defekt im Auto angebahnt hätte“, berichtete der Kölner. „Aber natürlich ist es in solch einer Situation immer besser, eine Reparatur einzuplanen – auch wenn dadurch die Siegchancen praktisch gleich Null waren.“

    Teamchef Bernhard Mühlner analysierte den Defekt: „Durch unsere neue Aerodynamik an der Front und unsere Fortschritte beim Motor können wir in diesem Jahr erheblich höher drehen als 2003. Bislang haben wir die Lichtmaschine bei jedem zweiten Rennen gewechselt. Aber da die nun natürlich auch höher dreht, hat sich ihre Belastungsgrenze entsprechend verschoben, und wir mussten sie früher als geplant tauschen – leider mitten in einem laufenden Rennen.“

    Die Mechaniker von Mühlner Motorsport bewältigten den Wechsel von Lichtmaschine nebst Keilriemen in gerade mal sechs Minuten. Andree ging als Fünfter wieder auf die Bahn. Der Kölner musste am Samstag als einziger Fahrer des Volvo S60 ins Lenkrad greifen, da alle anderen Volvo Piloten nicht zum Einsatz kommen konnten. „Ein vier Stunden langes Rennen ganz allein bestreiten zu müssen“, wusste der Langstrecken-erfahrene Teamchef Mühlner, „geht ganz schön an die Substanz.“

    Trotzdem ließ Andree sich weder vom technischen Rückschlag noch von der konditionellen Belastung ins Bockshorn jagen. Der zweifache Familienvater wuchs nach dem unplanmäßigen Boxenstopp in Runde sechs über sich hinaus und fuhr teilweise um bis zu 20 Sekunden pro Runde schneller als der Rest der Gegnerschaft. Damit ackerte Andree sich letztlich noch wieder bis auf den zweiten Platz nach vorn. Lediglich der BMW M3 von Rainer Wehner/Arnd Meier blieb außer Reichweite. „Aber wenn er ohne das Lichtmaschinen-Problem hätten durchfahren können“, rechnete Mühlner nach, „dann hätte Ulli Andree das Rennen mit einer Runde Vorsprung auf den BMW gewonnen.“

     
     
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