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News - Deutsche Rallye Meisterschaft
Erster Saisonsieg geht an die Zeltner-Brüder
2003-03-16 16:05:49 - jpb

„Das ist ein Riesen-Gefühl“, freute sich Ruben Zeltner nach seinem ersten Sieg
 
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    Überraschung beim Auftakt zur Deutsche Rallye-Meisterschaft: Ruben und Thomas Zeltner (Mitsubishi Carisma EVO) liefen bei der ADAC Rallye Oberland als Sieger ins Ziel ein. Nach 19 Wertungsprüfungen über rund 170 km, lagen die schnellen Brüder vor ihren Team- und Markenkollegen Hermann Gassner/Siegfried Schrankl. Der Weg zum Sieg war für die Carisma-Piloten frei geworden, nachdem die amtierenden Champions Matthias Kahle/Peter Göbel (Skoda Octavia WRC) bereits vor der zweiten Wertungsprüfung ausgefallen waren. Einen spannenden Schlagabtausch erlebten 14.000 Zuschauer in der Super-1600-Klasse, die Carsten Mohe/Lutz H. Uhlig (Renault Clio Super 1600) vor Rainer Jostes/Jan Enderle (Citroën Saxo Super 1600) gewannen. Beim selektiven DRM-Auftakt musste der dritte Wettbewerber in der hart umkämpften Super-1600-Meisterschaft vorzeitig aufgeben: Horst Rotter/Dieter Hawranke (Opel Corsa Super 1600) fielen mit Motordefekt aus, nachdem sie zuvor an aussichtsreicher zweiter Position im 1600er-Feld gelegen hatten.

    „Das ist ein Riesen-Gefühl“, freute sich Ruben Zeltner im Ziel der ADAC Rallye Oberland im bayerischen Schongau. Der Österreicher war als Starter im ebenfalls im Rahmen der ADAC Rallye Oberland gewerteten Mitropa-Cup angetreten und ist nicht in der DRM eingeschrieben. Trotzdem strahlte der langjährige DRM-Teilnehmer: „Ich hätte nie gedacht, dass ich je im Leben einen DRM-Lauf gewinnen kann – damit geht ein Traum in Erfüllung.“ Als Tabellenführender verlässt nun Vizemeister Hermann Gassner den DRM-Saisonauftakt. Er freute sich nach dem zweiten Platz und der Übernahme der Führungsposition: „Wir sind die letzten drei Prüfungen verhalten gefahren. Wir haben uns wirklich zurückgenommen. Ich hätte vor der Rallye nicht damit gerechnet, dass ich jetzt die Deutsche Rallye-Meisterschaft anführe. Eigentlich war klar, dass Matthias Kahle gewinnt. Aber so steigt die Spannung in der Meisterschaft.“

    Hinter Zeltner und dem DRM-Vizemeister-Duo Gassner/Schrankl freuten sich die Fans über einen bis zur letzten Prüfung spannenden Kampf um die Positionen. Beim Debüt auf ihrem privat eingesetzten Skoda Octavia WRC belegten Maik Stölzel/Thomas Windisch im Ziel den dritten Platz. Ihnen folgten die werksunterstützten Markenkollegen Andreas Gerst/Tanja Neidhöfer (Skoda Octavia Kit-Car), die damit über ihre gute Gesamtplatzierung und den Sieg in der Division 2 kräftig Punkte für die prestige-trächtige Markenwertung holten. Einen viel beachteten Wieder-Einstieg in die DRM feierten Olaf Dobberkau/Nicole Weiss (Mitsubishi Carisma), die nach zwei Jahren mit nur sporadischen Rallyes bei ihrem ersten Start in einer kompletten Saison den sechsten Gesamtrang und gleichzeitig hinter Gassner/Schrankl auch den zweiten Platz in der Gruppe N holten. Enttäuscht reiste dagegen der vierfache DRM-Champion Matthias Kahle aus dem Oberland nach Hause: „Das ist natürlich sehr schade, wir hätten den Fans gerne eine gute Show geboten“, so der Skoda-Werksfahrer aus Görlitz nach dem Ausfall.

    Einen perfekten Einstand in die Super-1600-Klasse feierten Carsten Mohe/Lutz H. Uhlig bei ihrem Debüt mit dem Renault Clio Super 1600: „Wir sind sehr zufrieden“, so Mohe, „das Auto war beim Debüt sehr zuverlässig – und das war vor dem Saisonauftakt der größte Risikofaktor.“ Vorsichtig gingen Rainer Jostes/Jan Enderle ihren ersten Einsatz auf dem Citroën Saxo Super 1600 an. „Ich bin froh, im Ziel zu sein und freue mich über die Platzierung“, so der 24-jährige Citroën-Youngster, der aus dem Rallye-Junior-Cup aufstieg. „Auf der zweiten Etappe haben wir die falschen Reifen gewählt – das machen wir beim nächsten Mal sicherlich besser.“ Pech dagegen hatten bei ihrem Debüt im Opel Corsa Super 1600 Horst Rotter / Dieter Hawranke, die auf der ersten Etappe ausfielen: „Schade – nach dem ersten Service lief der Corsa absolut einwand-frei“, so der Kfz-Meister aus Groß-almerode. „Nach der dritten WP gab es aber ein mechanisches Problem im Motor und wir mussten aufgeben. Die Ursache müssen wir suchen.“

    Der Titelverteidiger in der DRM-Privatfahrerwertung holte bei der Rallye Oberland den Sieg in seiner Division: Peter Corazza konnte sich mit seinem neuen Co-Piloten Steffen Rothe (Honda Civic Type R) nach einem äußerst spannenden und bis zum Schluss offenen Fight in der schwächsten Division der DRM (Gruppe N bis zwei Liter Hubraum) durchsetzen. „Jetzt haben wir es geschafft!“, freute sich der Fahrsicherheits-Instruktor im Ziel. „Auf den letzten drei Prüfungen habe ich jeweils die Bestzeit erzielt und habe dort insgesamt 16 Sekunden herausgeholt. Jetzt sind wir zufrieden. Der Wettbewerb in der Division ist härter geworden. Es wird in dieser Saison richtig deftig.“ Die Führung in der Privatfahrer-Meisterschaft allerdings übernahm ein Team aus der Division 4 (Gruppe N über zwei Liter): Olaf Dobberkau/Nicole Weiss krönten ihren Wiedereinstieg in die DRM mit der Führung bei den Privatiers.

    Neben der DRM waren mit dem Mitropa-Rallye-Cup und dem ADAC Rallye Junior Cup gleich zwei weitere Championate im Oberland am Start. Hinter dem Gesamtsieger Zeltner, der damit auch die Wertung des Mitropa-Cups gewann, lagen in dieser „Europameisterschaft der Privatfahrer“ die hier ebenfalls punktberechtigten Hermann Gassner / Siegfried Schrankl sowie das italienische Duo Turolo/Valmassoi (Mitsubishi Lancer EVO, 11. im Gesamtklassement) auf den Plätzen. Beim Saisonauftakt des ADAC Rallye Junior Cups siegten Maik Steudten/Sebastian Geipel (Citroën Saxo VTS) vor Sebastian Vollak/Katharina Wüsten-hagen (VW Polo GTI). Lokalmatador Steudten konnte damit seinen Vorjahreserfolg wiederholen und dominierte trotz kleiner technischer Probleme die Konkurrenz. Der 19-jährige Florian Auer, Sieger einer Nachwuchs-Sichtung des KDS-Teams, fuhr bei seiner Cup-Premiere als bester Neueinsteiger auf den dritten Gesamtrang.


    Endstand nach 19 Wertungsprüfungen (176,37 km):
    1. Ruben Zeltner/Thomas Zeltner (Mitsubishi Carisma EVO) 1:29.38,1 Std.
    2. Hermann Gassner/Siegfried Schrankl (Mitsubishi Carisma EVO) + 0.40,5 Min.
    3. Maik Stölzel/Thomas Windisch (Skoda Octavia WRC) + 2.17,6 Min.
    4. Andreas Gerst/Tanja Neidhöfer (Skoda Octavia Kit-Car) + 2.56,8 Min.
    5. Dark Liebehenschel/Daniela Busch (Mitsubishi Carisma EVO) + 2.58,1 Min.
    6. Olaf Dobberkau/Nicole Weiss (Mitsubishi Lancer EVO) + 3.05,3 Min.
    7. Carsten Mohe/Lutz H. Uhlig (Renault Clio Super 1600) + 3.08,5 Min.
    8. Frank Färber/Dr. Thomas Schünemann (Mitsubishi EVO) + 3.45,4 Min.
    9. Rainer Jostes/Jan Enderle (Citroën Saxo Super 1600) + 4.08,3 Min.
    10. Ronny Amm/René Tonn (Mitsubishi Carisma EVO) + 4.17,2 Min.

    Punktestände DRM nach 1 von 7 Läufen:

    Fahrerwertung:

    1. Hermann Gassner/Siegfried Schrankl 40 Punkte
    2. Maik Stölzel/Thomas Windisch 35 Punkte
    3. Andreas Gerst/Tanja Neidhöfer 32 Punkte
    4. Carsten Mohe/Lutz H. Uhlig 28 Punkte
    5. Olaf Dobberkau/Nicole Weiss 25 Punkte
    6. Peter Corazza/Steffen Rothe 21 Punkte
    Frank Färber/Dr. Thomas Schünemann 21 Punkte
    8. Rainer Jostes/Jan Enderle 19 Punkte
    9. Armin Holz/Jörn Limbach 15 Punkte
    Michael Stapel/Ute Haase 15 Punkte
    Ronny Amm/René Tonn 15 Punkte

    Super-1600-DM:
    1. Carsten Mohe/Lutz H. Uhlig 10 Punkte
    2. Rainer Jostes/Jan Enderle 6 Punkte
    3. Horst Rotter/Dieter Hawranke 0 Punkte

    Markenwertung:
    1. Skoda 67 Punkte
    2. Citroën 25 Puntke
    3. Opel 14 Punkte

    Privatfahrer-Wertung:
    1. Olaf Dobberkau/Nicole Weiss 25 Punkte
    2. Peter Corazza/Steffen Rothe 21 Punkte
    Frank Färber/Dr. Thomas Schünemann 21 Punkte

     
     
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