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News - BFGoodrich Langstreckenmeisterschaft Nürburgring
Saisonfinale zwischen Slicks und Regenreifen
2002-10-27 17:34:52 - sp

(c) spmm.de
Sieg zum Saisonabschluss: Manthey / Kern / Tiemann
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Sehr zufrieden mit dem vierten Gesamtrang: Volker Strycek
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Versöhnlicher Saisonabschluss für Johannes Scheid: Gesamtrang fünf
 
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    Saison 2002
    Schon das morgendliche Training begrüßte die Fahrer, die zum Finallauf der BFGoodrich Langstreckenmeisterschaft, dem 27. DMV-Münsterlandpokal, angereist waren mit bestem Eifel-Wetter. Pünktlich, kurz vor dem Training öffneten sich die Wolken für einen riesigen Regenschauer und verwandelte das Asphaltband in der Eifel in eine Rutschbahn. Zum Ende des Trainings trocknete die Strecke in vielen Streckenabschnitten wieder ab und das Wetter gab Grund für Optimismus. Viele Teams ließen sich von der Sonne und der abtrocknenden Fahrbahn beirren und stellten ihre Autos auf Slicks an den Start, obwohl die Rennleitung das Rennen klar als „Wet-Race“ deklariert hatte.

    Auch Volker Strycek im DTM-Astra, der die schnellste Zeit im Training fuhr, startete in die Einführungsrunde auf profillosen Reifen. Nach der Einführungsrunde verblüffte er die Fans und seine Konkurrenten, als er noch vor dem Start in die Boxengasse abbog. Des Rätsels Lösung war - das Laub, das sich während der Runde hinter dem Pace-Car in die Kühleinlässe des Astra Coupés gesetzt hatte, und die Wassertemperatur in die Höhe trieb. Außerdem nutzte Opel-Mannschaft den „Laub-Entfernungsstopp“ gleichzeitig zum Wechsel auf Regenreifen, denn pünktlich zum Start öffneten sich über dem Nürburgring erneut die Wolken.

    Viele Fahrer, die das Problem mit der Temperatur nicht hatten, oder es noch nicht bemerkten, starteten regulär in das über eine Distanz von vier Stunden dauernde Rennen und wurden vom Regen überrascht.

    Die richtige Wahl trafen die Porsche-Treter Dr. Edgar Althoff / Paul Hulverscheid / Wolfgang Destrée, das von weit hinten gestartete BMW-Duo Johannes Scheid / Oliver Kainz und Artur Deutgen (ebenfalls BMW); sie hatten Regenreifen aufgezogen und setzen sich in oben genannter Reihenfolge an die Spitze.

    Auch der Honda NSX vom Team Altschach konnte sich in der Anfangsphase auf Platz fünf etablieren und die Zeiten der Spitze mitgehen. Ein Ende der Fahrt ereilte das Team aber als eine Radnabe brach.

    Ebenfalls mit Problemen kämpfte das Duo Michael Bäder / Tobias Hagenmeyer sie landeten auf dem sechsten Rang in der Endabrechnung, sowie der Porsche von Jürgen Alzen Motorsport. Alzen / Klasen, die in diesem Lauf von Heinz Remmen unterstützt wurden, mussten mit Getriebeschaden das Rennen vorzeitig beenden, nach dem sie schon im Training Pech hatten als sie von einem Teilnehmer übersehen wurden.

    Der Porsche von Manthey-Racing, auf dem der Chef, Olaf Manthey persönlich, Marcel Tiemann und Willi Kern starteten, stand zu Beginn des Rennens auch auf Slicks und fiel durch einen Wechsel auf Regenreifen weit zurück, konnte sich aber im Laufe des Rennens, was durch den häufigen Wechsel zwischen Regen und Sonnenschein, von trocken und nass, spannend war bis zur letzten Schlussphase, wieder an die Spitze nach vorn arbeiten.

    Artur Deutgen, der die Führung übernommen hatte, wurde dann vom schnellen Manthey, der den Schlussturn auf seinem Auto fuhr, eingangs des Streckenabschnitts Hatzenbach überholt und belegte hinter dem Porsche 996 GT3 MR den zweiten Platz in der Gesamtwertung und fuhr den Sieg in der Gruppe H ein.

    Dritter wurden das Trio, das die Anfangsphase dominierte, Althoff / Destrée / Hulverscheid auf einem weiteren Porsche 996 GT3 aus dem Hause Manthey Racing vor dem Opel- Sportchef Volker Strycek im DTM-Astra Coupé. Über einen fünften Platz und den Sieg bei den Specials freuten sich am Ende Johannes Scheid und Oliver Kainz, die zum Ende einer Saison mit Höhen und noch mehr Tiefen einen versöhnlichen Ausklang fanden.
    Pech hatte kurz vor Ende des Rennens das Porsche-Duo Edgar Dören / Karl-Christian Lück, das mit einem Unfall, Fahrer aber unverletzt, im Streckenabschnitt Kallenhart aufgeben musste.

    Der Meister der Saison 2002 stand mit Marion Merten schon vor dem Start des Finales fest. Merten konnte den letzten Lauf also ohne Druck angehen.

    Den spannendsten Rennausgang gab es in der Klasse der VLN-Serienwagen bis 2000 ccm Hubraum. Eine Zehntelsekunde betrug im Ziel der Vorsprung des Peugeot 306 S16 von Joachim Schirra/ Marco Wolf (Riedstadt/Lohmar) vor dem Opel Astra OPC von Ludger Henrich/Jürgen Schulten (Schmitten/Hamminkeln).

    Trotz des schlechten Wetters kamen 16.000 Besucher zum Abschlussrennen der BFGoodrich Langstreckenmeisterschaft. „Wir haben die besten Fans der Welt“, stellte Rennfahrer Artur Deutgen den VLN-Begeisterten ein Zeugnis mit Bestnote aus.

    Dass die BFGoodrich Langstreckenmeisterschaft bei Teams und Fahrern ebenso geschätzt ist wie bei den Fans, belegen Zahlen: Durchschnittlich starteten bei jedem der zehn Läufe 163 Fahrzeuge zum Rennen. Insgesamt waren weit über 900 Fahrerinnen und Fahrer am Start, sie kamen aus 14 Nationen.

    Die Top10 nach der Renndistanz von vier Stunden:
    1. Manthey / Tiemann / Kern Porsche 996 GT MR 4:04:01.245
    2. Deutgen BMW M3 + 1:08.684
    3. Destrée / Althoff / Hulverscheid Porsche 996 GT3 MR + 2:34.017
    4. Strycek Opel Astra Coupé + 3:46.956
    5. Scheid / Kainz BMW M3 GTRS + 7:26.168
    6. Bäder / Hagenmeyer BMW M3 + 7:52.092
    7. Galladé / Renger Porsche 996 GT3 MR - 1 Runde
    8. Tischner / Tischner BMW M3 - 1 Runde
    9. Hohenester / Gerspacher Audi TT-RS - 1 Runde
    10. Hahne / Stippler Honda NSX - 1 Runde

     
     
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