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News - Deutsche Rallye Meisterschaft
Vizemeisterkür bei der Int. ADAC-3-Städte-Rallye
2002-10-22 02:16:10 - sp

Skoda ist der Sieg in der Markenwertung nur noch theoretisch zu nehmen
 
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    230 Kilometer und 17 Wertungsprüfungen, Schotter-Pisten in abendlichen Nebelbänken: Das Finale der DRM (Deutsche Rallye-Meisterschaft) hat es auch in diesem Jahr in sich. Bei der ADAC-3-Städte-Rallye rund ums bayerische Straubing werden zwei Tageswertungen ausgefahren – maximal 60 Punkte können die Rallye-Cracks noch holen. Damit kann beim Saisonfinale noch einmal so manche schon sicher geglaubte Platzierung ins Wanken geraten oder die entscheidenden Punkte auf der Zielgeraden noch gut gemacht werden. Spannende Vorzeichen also für den siebten DRM-Lauf, bei dem sowohl der noch vakante Titel des deutschen Rallye-Markenmeisters als auch die Vizemeisterschaft entschieden werden.

    Hinter dem bereits feststehenden Meistergespann Matthias Kahle / Peter Göbel (Skoda Octavia WRC) dürfen sich die Fans auf einen spannenden Fight um den zweiten Rang freuen. Da in der DRM sowohl für die Platzierung in der Divison als auch für den Gesamtrang Punkte fällig sind, kommt es zu einem Kampf quer durch die Divisionen: Sven Haaf und Michael Kölbach (Citroën Saxo Super 1600), die sich bereits den Titel als Deutsche Junioren-Rallyemeister erkämpft haben, können sich beim Finale in Bayern auch den zweiten Gesamtrang sichern. Um den Zehn-Punkte-Vorsprung der beiden Citroën-Junioren zu egalisieren, müsste der noch amtierende Vizemeister Hermann Gassner (Mitsubishi Lancer GT Evo) im international gut besetzten Feld zwei Mal seine Division (Gruppe N über zwei Liter) gewinnen. Ebenfalls noch Hoffnungen auf die Vizemeisterschaft können sich Sandro Wallenwein / Pauli Zeitlhofer (Mitsubishi Lancer Evo VI) machen. Das deutsch-österreichische Duo, bei der ADAC-3-Städte-Rallye ohne Ralliart-, dafür aber mit Mitsubishi-Werksunterstützung im privaten Evo VI unterwegs, hat dabei allerdings die etwas schlechteren Karten.

    Citroën-Youngster Haaf: Gute Ausgangsposition
    Dem Fight über die Divisionsgrenzen hinweg sieht Junior-Champion Sven Haaf gelassen entgegen. „Nachdem wir im Citroën Saxo Super 1600 schon vorzeitig den Sieg in der Junior-Meisterschaft feiern konnten, wäre der zweite Gesamtrang der krönende Abschluss einer tollen DRM-Saison,“ so der Windecker. Da Sandro Wallenwein zum Finale auf seinem eigenen Gruppe-N-Mitsubishi Lancer antritt, startet er in der gleichen Meisterschaftsdivision wie Hermann Gassner. Die beiden Verfolger nehmen sich dadurch auf jeden Fall gegenseitig Punkte weg, was die Chancen des Citroën-Werksfahrers verbessert. Mit dem EM-Koeffizient 10 ist die ADAC-3-Städte-Rallye in diesem Jahr zum DRM-Lauf mit der höchsten Wertigkeit aufgestiegen. Die spektakulären Schotter- und Asphaltpisten zwischen Straubing, Regensburg und Landshut locken auch deshalb wieder eine ganze Reihe höchst illustrer ausländischer Gäste an. Die Division IV, in der Wallenwein und Gaßner um den Titel des Vize-Champs fighten, ist deshalb noch stärker besetzt – keine leichte Aufgabe also für die beiden Gruppe-N-Asse, dafür aber eine gute Ausgangsposition für Haaf. „Aber zunächst einmal müssen wir unsere Klasse gewinnen und so die maximalen Punkte sichern“, bremst der Saxo-Crack, der sich mit Co-Pilot Michael Kölbach auf die Schotter-Veranstaltung freut: „Vor allem die Prüfungen am Samstag mit den Klassikern wie Oberhinkofen und Metting sind einsame Spitze.“
    Kahle: „Es kribbelt schon richtig“
    Top-Favorit auf den Gesamtsieg ist auch bei der ADAC-3-Städte-Rallye der neue und alte Meister Matthias Kahle (Skoda Octavia WRC) mit Co-Pilot Peter Göbel. „Aber gewonnen habe ich lange noch nicht“, gibt sich der Görlitzer zurückhaltend – dem dritten Sieg bei der 3-Städte-Rallye nach 1999 und 2001 steht unter anderem die internationale Konkurrenz entgegen: „Auch ein Mats Jonsson hat schon dreimal in Straubing gewonnen und ist im Escort WRC immer noch schnell unterwegs“, so Kahle. Für den viermaligen DRM-Meister ist also Maximum Attack die Losung, zumal nur ein Einsatz seit dem sechsten DRM-Lauf bei der Eifelrallye Mitte Juli auf dem Programm stand. „Es kribbelt schon richtig, die Pause seit der ADAC Rallye Deutschland war doch ganz schön lang, jetzt gibt es endlich wieder Rallye und dann auch noch auf diesen schönen Schotterstrecken.“ Zur Vorbereitung auf das DRM-Finale wird das Skoda-Team kurz vor der Rallye noch einen abschließenden Schotter-Test im Octavia WRC absolvieren, „damit ich mich wieder an das Auto gewöhnen kann und damit die Entzugserscheinungen weggehen“, grinst Kahle, der seinen Sieg in Straubing aus dem Vorjahr gerne wiederholen möchte.

    Junior-DM: starkes Super-1600-Feld
    Auch für Sven Haaf ist der Klassensieg bei der 3-Städte-Rallye keinesfalls ausgemachte Sache. Da ist zum Beispiel der Fight mit Christoph Schleimer / Michael Wenzel (Opel Corsa Super 1600), für die der niederbayerische Schotter allerdings größtenteils Neuland ist. „Die Freitagsetappe ist für mich ganz neu, von den Prüfungen am Samstag kenne ich einige zumindest teilweise,“ erklärt Schleimer. Auch der Opel Corsa Super 1600 wird erstmals auf dem glatten Geläuf im Süddeutschen antreten. „Wir wissen noch nicht, wo wir nach den Weiterentwicklungen während der Saison mit dem Corsa auf Schotter im Vergleich zur Konkurrenz stehen. Aber ich bin sehr zuversichtlich, denn ich habe gute Erinnerungen an die 3-Städte-Rallye.“ Gegen Haaf und Schleimer tritt bei der ADAC-3-Städte-Rallye auch noch der finnische Schotter-Spezialist Kosti Katajamäki im VW Polo Super 1600 an, die Klasse erfährt zusätzliche Bereicherung durch den Start des Italieners Pierfrancesco Zanchi im Fiat Punto Super 1600 und des Schweden Christer Steen im Opel Corsa Kit-Car.

    Markenwertung: Skoda vor Titelgewinn
    Bei Skoda dürften die Sektflaschen vor der 3-Städte-Rallye schon kühl gelegt werden – dem grün-weißen Werksteam ist der Sieg in der Markenwertung vor dem abschließenden DRM-Lauf nur noch theoretisch zu nehmen. Neben Champion Matthias Kahle hat die Truppe aus Darmstadt mit den beiden Piloten Martin Möckl und Andreas Gerst in den Kit-Car-Versionen des Skoda Octavia zwei weitere Eisen im Feuer, um die noch fehlenden Punkte einzufahren. In der Privatfahrer-Wertung liegt Peter Corazza deutlich vorn und dürfte diesen Titel auch erringen, sein fünfter Meisterschaftsrang im Honda Civic Typ R ist zudem eine der größten Überraschungen in der Saison. Um die beste Platzierung als Zweiliter-Pilot in der Gruppe A gibt es noch spannende Auseinandersetzungen. Jeder aus dem Trio Carsten Mohe (Renault Mégane Maxi), Martin Möckl (Skoda Octavia Kit-Car) und dem amtierenden ADAC Junior Cup Sieger Holger Knöbel im VW Golf Kit-Car hat berechtigte Chancen auf diesen Erfolg.

     
     
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