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News - Deutsche Rallye Meisterschaft
Matthias Kahle holt sich seinen vierten Titel
2002-07-21 16:31:31 - sp

Sein zweiter Platz reichte zum Hattrick: Kahle holt den dritten Meistertitel in Folge
 
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    Saison 2002
    Matthias Kahle / Peter Göbel (Skoda Octavia WRC) heißen die Deutschen Rallye-Meister des Jahres 2002. Beim sechsten von sieben Läufen zur DRM (Deutsche Rallye-Meisterschaft) reichte dem Görlitzer Kahle ein zweiter Platz hinter dem amtierenden Rallye-Europameister Armin Kremer (Ford Focus WRC), um vor der abschließenden Drei-Städte-Rallye (25.–26. Oktober 2002) uneinholbar in Führung zu gehen. 28.000 Zuschauer bei der ADAC Eifel-Rallye erlebten einen spannenden Kampf auf den selektiven und flüssigen Wertungsprüfungen rund um Daun in der Vulkaneifel, bei dem auch hinter dem Spitzenduo hoch spannender Sport geboten wurde. Mit Carsten Mohe / Timo Gottschalk (Renault Mégane Maxi) lag im Ziel ein Kit-Car-Team auf dem dritten Rang, die frisch gekürten Deutschen Junior-Rallye-Meister Sven Haaf / Michael Kölbach (Citroën Saxo Super 1600) liefen als Vierte ein. Haaf / Kölbach übernahmen durch die Punkte für die Gesamtplatzierung und den Sieg in der Super-1600-Klasse gleichzeitig auch die zweite Position in der Meisterschaft.

    "Ich freue mich riesig", strahlte der neue DRM-Champion Matthias Kahle (33) nach 133,86 WP-Kilometern im Ziel der Eifel-Rallye. "Auch, wenn wir heute im Kampf gegen Armin Kremer das Nachsehen hatten, gleicht der Titelgewinn das locker aus." Der Görlitzer konnte die Meisterschaft zum dritten Mal in Folge gewinnen, insgesamt ist es der vierte Titel des Deutschen Rallye-Meisters nach 1997, 2000 und 2001. Mit 240 Zählern auf dem DRM-Punktekonto vor Haaf / Kölbach (180) und Gruppe-N-Leader Hermann Gaßner (170) liegt Kahle nun uneinholbar in Führung. Möglich wurde der vorzeitige Titelgewinn auch, weil das Sieger-Team des vorausgehenden DRM-Laufs, Sandro Wallenwein / Pauli Zeitlhofer bereits auf der ersten Etappe nach einem Unfall ausgeschieden war. Nun können sich Kahle / Göbel, wie eine ganze Reihe weiterer Teams aus der DRM, auf den Start im Rahmen der Rallye-WM vorbereiten. Bei der ADAC Rallye Deutschland (22.–25. August) kommt es dabei nicht nur zu einer Neuauflage des Duells zwischen Kahle und Kremer – auch andere DRM-Protagonisten, wie die Junior-Piloten Sven Haaf (Citroën) und Christoph Schleimer (Opel) führen ihre Fights mit einem erweiterten Rivalen-Kreis fort.

    Haaf gewinnt Junior-DM-Wertung
    Eine tolle Leistung zeigte Citroën-Youngster Sven Haaf in der Eifel. Der Windecker setzte sich als Viertplatzierter in einem stark besetzten Super-1600-Feld durch, sein finnischer Markenkollege aus der Junior-WM, Jussi Välimäki, erreichte als Gesamt-Siebter den zweiten Platz in der Division. Bei den Junioren wurde auch überdeutlich, wie anspruchsvoll die selektiven Wertungsprüfungen rund um Daun sind. So schied etwa Lokalmatador Christoph Schleimer (Opel Corsa Super 1600) bereits auf der ersten WP aus, nachdem seine Reifen keinen richtigen Grip entwickelten. "Kurz vor dem Ziel sind wir in einer relativ langsamen Kurve herausgerutscht und fanden uns kopfüber mitten im Wald wieder – uns ist nichts passiert, aber ich bin natürlich sehr traurig, dass wir das Potenzial des Corsa hier nicht zeigen konnten", erläuterte der Junior des Opel Rallye Team Holzer.

    Gruppe N: Gassner einsam, Rotter auf Platz 11
    In der Gruppe N war der amtierende DRM-Vizemeister Hermann Gassner mit Co-Pilot Siggi Schrankl im Mitsubishi Carisma GT einmal mehr das Maß aller Dinge. Der Surheimer belegte im Schlussklassement als bester Gruppe-N-Pilot Platz fünf und hatte das niederländische Gespann Chris Vlaar / Bart van Riemsdijk (Mitsubishi Lancer Evo Evo VI, Platz neun) um 2.35,5 Min. distanziert. Deutlich enger war der Fight in der kleinsten DRM-Division (Gruppe N bis zwei Liter Hubraum): Hier siegten Horst Rotter / Volker Schmidt (Opel Astra OPC) als Gesamt-Elfte mit einem Vorsprung von 32,1 Sek. vor Peter Corazza / Mandy Querengässer (Honda Civic Type R). Corazza / Querengässer liegen auch nach der Eifel-Rallye auf einem hervorragenden fünften DRM-Platz und verteidigen damit auch ihre Führung in der Privatfahrer-Wertung.

    Rallye-Junior-Cup
    Den fünften Lauf des ADAC-Rallye-Junior-Cups, der im Rahmen der Eifel-Rallye ausgetragen wurde, gewann der Frauenwalder Ronny Amm (Citroën Saxo VTS). Der Cup-Neueinsteiger konnte damit nicht nur seine Top-Leistung beim vergangenen Lauf bei der Saarland-Rallye bestätigen. Er ist auch der einzige Pilot im Cup, der bislang zwei Siege schaffte. Zweiter der Cup-Wertung wurde Maik Steudten (Citroën Saxo VTS). Der Sieger des Auftaktlaufs konnte damit nach einer erfolglosen Phase wieder an seine Leistungen vom Saisonbeginn anschließen. Lokalmatador Joachim Burgard (VW Polo GTI 16V, Wittlich) belegte hinter seinem Markenkollegen Markus Fahrner den vierten Platz.

    Weltmeister ließen Rallyehistorie aufleben
    Auch ein Geburtstagsfest der besonderen Art wurde bei der ADAC Eifel-Rallye gefeiert. Die begeisterten Fans erlebten bei Demonstrationsfahrten zum 30. Jubiläum der Rallye-Weltmeisterschaft ein Revival des "Sports der Quertreiber" mit Automobilen aus drei Jahrzehnten Rallyegeschichte. Prominente Teilnehmer waren die Urgesteine der Rallye-WM, Björn Waldegaard (Champion 1979), Stig Blomqvist (1984) sowie FIA WRC-Koordinator Charles Reynolds. Insgesamt gaben sich 55 Teilnehmer aus zehn Nationen bei der Eifel Historic-Rallyeparty ein Stelldichein. Vom 70 PS starken Drei-Zylinder Zweitakt-Saab über die schon legendären, bärenstarken Gruppe-B-Boliden bis hin zu den bildschönen Lancia Stratos reichte die Palette der Oldies. Das stärkste Feld, das in dieser Formation bislang angetreten ist kommentierte Björn Waldegaard: "Es ist selten, in der heutigen Zeit noch so viele interessante Autos bei einer Veranstaltung zu sehen. Ein Kompliment an die Organisatoren, dass sie das ermöglicht haben. Die Veranstaltung war brillant, ich werde im nächsten Jahr wiederkommen." Rallyeleiter Karl Fries: "Es freut uns, dass die Kombination der modernen Wagen mit den schon etwas in die Jahre gekommenen Rallyefahrzeugen bei den Zuschauern auf tolle Resonanz gestoßen ist. Wir werden auch im kommenden Jahr die Zeitreise durch die jüngere Geschichte des Rallyesports wieder in das Programm der ADAC Eifel-Rallye integrieren."

    Int. ADAC Eifel-Rallye – 6. Lauf zur DRM
    Endstand nach 16 Wertungsprüfungen (133,86 km)

    1. Armin Kremer / Dieter Schneppenheim (Ford Focus WRC) 1:15.40,5 Std.
    2. Matthias Kahle / Peter Göbel (Skoda Octavia WRC) + 0.04,7 Min.
    3. Carsten Mohe / Timo Gottschalk (Renault Mégane Maxi) + 4.39,4 Min.
    4. Sven Haaf / Michael Kölbach (Citroën Saxo Super 1600) + 5.22,1 Min.
    5. Hermann Gaßner / Siggi Schrankl (Mitsubishi Carisma GT) + 5.43,9 Min.
    6. Martin Möckl / Marcus Poschner (Skoda Octavia Kit-Car) + 5.45,9 Min.
    7. Jussi Välimäki / Harri Kapro (Citroën Saxo Super 1600) + 6.51,9 Min.
    8. Andreas Gerst / Tanja Neidhöfer (Skoda Octavia Kit-Car) + 7.32,6 Min.
    9. Chris Vlaar / Bert van Riemsdijk (Mitsubishi Lancer Evo VI) + 8.19,4 Min.
    10. Marcus Hesse / Uwe Kunze (Mitsubishi Carisma) + 8.39,5 Min.

    Punktestände DRM nach 6 von 7 Läufen

    Fahrerwertung

    1. Matthias Kahle / Peter Göbel 240 Punkte
    2. Sven Haaf / Michael Kölbach 180 Punkte
    3. Hermann Gaßner 170 Punkte
    4. Sandro Wallenwein / Pauli Zeitlhofer 169 Punkte
    5. Peter Corazza / Mandy Querengässer 137 Punkte
    6. Carsten Mohe / Timo Gottschalk 125 Punkte
    7. Martin Möckl / Marcus Poschner 112 Punkte
    8. Holger Knöbel / Andreas Schwalié 107 Punkte
    9. Marcus Hesse / Uwe Kunze 77 Punkte
    10. Armin Holz 57 Punkte

    Junior-DM
    1. Sven Haaf / Michael Kölbach 56 Punkte
    2. Christoph Schleimer / Michael Wenzel 16 Punkte

    Markenwertung
    1. Skoda 373 Punkte
    2. Citroën 233 Punkte
    3. Opel 156 Punkte

    Privatfahrer-Wertung
    1. Peter Corazza / Mandy Querengässer 137 Punkte
    2. Holger Knöbel / Andreas Schwalié 107 Punkte
    3. Marcus Hesse / Uwe Kunze 77 Punkte

     
     
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