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News - Rallye Weltmeisterschaft
Richard Burns erbte in Argentinien den Sieg
2002-05-20 00:44:47 - sp

Burns: Nach seinem Sieg nur noch zwei Punkte von der Tabellenspitze entfernt
Toni Gardemeister sammelte in Argentinien seinen ersten WM-Zähler
 
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    Saison 2002
    Die Rallye Argentinien fand mit dem Sieg von Peugeot-Pilot Richard Burns ein turbulentes Ende. Nachdem der Finne Marcus Grönholm den ersten Tag der Rallye dominierte und am zweiten Tag nur mit 0,5 Sekunden von Tommi Mäkinen niedergerungen wurde, konnte er auf der dritten und letzten Etappe wieder die Führung übernehmen. Tommi Mäkinen der bis zur letzten Kurve der vorletzten Wertungsprüfung in den harten Fight mit Grönholm verwickelt war, legte seine Siegchancen mit einem Überschlag in den argentinischen Graben und war ab diesem Zeitpunkt nur noch Zuschauer. Mäkinen und sein Beifahrer Kaj Lindström überstanden den Unfall aber unverletzt. Grönholm konnte es also nun ruhiger angehen lassen und fuhr als erster vor seinem Teamkollegen Richard Burns über die Zielrampe.

    Grönholm war aber nach der Siegerehrung nur noch der moralische Sieger der Rallye, denn ein Regelverstoß am Morgen der dritten Etappe brachte die verantwortlichen Stewarts zur Entscheidung, Grönholm aus der Wertung zu nehmen und damit seinen Sieg abzuerkennen. Der Peugeot des Finnen wollte am Morgen nicht anspringen, worauf er und sein Co-Pilot ihn von der Zeitkontrolle weg schoben und Hilfe von herbeigeeilten Mechanikern in Anspruch nahmen. Unter Anweisung der Mechaniker konnte Grönholm den Motor zur Arbeit bringen und in die Etappe starten. Die Hilfe der Mechaniker außerhalb des Servicebereiches war aber nicht regelkonform und wurde deshalb mit Wertungsausschluss bestraft.

    „Es war einer der heftigsten Unfälle in meiner Rallyekarriere. Wir haben wirklich mit aller Kraft versucht zu gewinnen und es ist echt schade den Sieg auf diese Art und Weise zu verlieren. Aber Marcus (Grönholm) hat auf den Prüfungen einen super Job gemacht. Körperlich fühle ich mich gar nicht schlecht, Kaj und ich sind bisschen durchgeschüttelt und einfach sehr, sehr enttäuscht“, sagte der Subaru-Pilot Mäkinen nach seinem mehrfachen Überschlag.

    Carlos Sainz erbte zusammen mit seinem Co-Piloten Luis Moya den zweiten Rang und hielt damit die Ford-Fahne hoch. Nach einem enttäuschenden ersten Tag, ist es Ford im Endeffekt doch gelungen den Schaden wenigstens noch zu begrenzen. Ford ist mit seinen drei Fahrern in die Top sechs gefahren, auch wenn die Mannschaft rund um Malcolm Wilson vom Pech der anderen profitierte, sind sie zufrieden. „Die Strecken waren sehr schnell und rutschig. Wir wussten, dass es eng wird im Kampf mit Petter Solberg um den zweiten Platz und wird haben hart gepusht, aber nicht zu hart. Dementsprechend bin ich sehr froh über den zweiten Platz, denn wir haben hart für ihn gearbeitet und es ist natürlich auch ein großartiges Ergebnis für Ford, alle drei Fahrzeuge ins Ziel zu bringen“, sagte Sainz im Ziel der Rallye überglücklich.
    Colin McRae auf dem vierten Platz und Markko Märtin auf dem fünften Platz komplettierten das Ford-Ergebnis und trugen dazu bei, dass Ford nun alleiniger Inhaber des zweiten Platzes in der Markenweltmeisterschaft ist.
    „Es ist nicht das Ergebnis, dass ich mir nach der Rallye Zypern erhofft hatte, aber das hier ist eine ganz andere Rallye. Unser schlechter Start in die Rallye verhinderte jede Chance auf einen Podiumsplatz“, sagte der schottische Ford-Mann ernüchternd.

    Der beste Subaru wurde nach dem Ausscheiden von Mäkinen vom noch jungen Petter Solberg pilotiert, der in der Endabrechnung als dritter gewertet wurde. Ein Fehler und ein kleines Getriebeproblem verhinderten eine bessere Platzierung.

    Den ersten Punkt holte in Argentinien der für Skoda-Motorsport gestartete Toni Gardemeister. Mit einem Punkt, den er für den sechsten Platz bekam, trug er sich in die Punktetabelle der aktuellen Weltmeisterschaftswertung ein. Sein Teamkollege Kenneth Eriksson sorgte mit seinem siebten Platz ebenfalls für einen Punkt – allerdings nur in der Markenwertung. Skoda war neben Ford das einzige Team, das alle gestarteten Fahrzeuge ins Ziel brachte.

    In der Weltmeisterschaft führt weiterhin der Finne Marcus Grönholm mit 31 gesammelten Punkten vor seinem Teamkollegen Richard Burns mit 29 Zählern. Auf dem dritten Platz folgt ein weiterer Peugeot-Fahrer, Gilles Panizzi, der mit seinen zwei Asphalt-Siegen 20 Punkte einfuhr. Der erste „Nicht-Peugeot“ ist der Spanier Carlos Sainz, der mit 15 Punkten den vierten Platz belegt.
    An der Spitze der Markenwertung sieht es ähnlich aus, wie bei den Fahrern. Peugeot zeigt auch hier mit 78 Zählern vor Ford mit 36 Punkten eine erschreckende Dominanz.

    Der nächste Lauf zur Rallye Weltmeisterschaft findet mit der Rallye Akropolis vom 14. bis 16. Juni in Griechenland statt.

    Die Top 10 der Rallye Argentinien
    1. R Burns/R Reid GB Peugeot 206 4hr 07min 06.8sec
    2. C Sainz/L Moya E Ford Focus RS 4hr 08min 09.1sec
    3. P Solberg/P Mills N Subaru Impreza 4hr 08min 13.1sec
    4. C McRae/N Grist GB Ford Focus RS 4hr 10min 28.2sec
    5. M Märtin/M Park EE Ford Focus RS 4hr 11min 01.5sec
    6. T Gardemeister/P Lukander FIN Skoda Octavia 4hr 13min 27.9sec
    7. K Eriksson/T Thörner S Skoda Octavia 4hr 14min 25.7sec
    8. J Kankkunen/J Repo FIN Hyundai Accent 4hr 16min 12.4sec
    9 A McRae/D Senior GB Mitsubishi Lancer 4hr 16min 58.7sec
    10 G Pozzo/D Stillo RA Skoda Octavia 4hr 22min 08.0sec


    Stand der FIA World Rally Championship (nach 6 von 14 Läufen)

    Fahrerwertung

    1. M Grönholm 31Punkte
    2. R Burns 29 Punkte
    3. G Panizzi 20 Punkte
    4. C Sainz 15 Punkte
    5. T Mäkinen 14 Punkte
    6. P Solberg 11 Punkte
    7. C McRae 9 Punkte
    8. H Rovanperä 9 Punkte
    9. P Bugalski 7 Punkte
    10. S Loeb 6 Punkte

    Markenwertung
    1. Peugeot 78 Punkte
    2. Ford 36 Punkte
    3. Subaru 31 Punkte
    4. Mitsubishi 6 Punkte
    5. Skoda 3 Punkte
    6. Hyundai 2 Punkte

     
     
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