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News - Deutsche Rallye Meisterschaft
Kahle gewinnt erstmals DM-Lauf auf Skoda
2002-03-10 12:50:26 - jpb

Kahle siegte mit seinem neuen Arbeitsgerät souverän
 
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    Der amtierende Meister Matthias Kahle (Skoda Octavia WRC) setzte mit seinem Co-Piloten Peter Göbel beim Auftakt der neuen Saison der DRM (Deutsche Rallye Meisterschaft) die Maßstäbe. Vor 12.000 Zuschauern an der Rallyepiste, kam der Görlitzer nach 161,14 Wertungskilometern bei der ADAC Rallye Oberland mit einem Vorsprung von 2.04,2 Minuten vor dem Duo Sandro Wallenwein / Pauli Zeitlhofer (Mitsubishi Lancer Evo VI) ins Ziel. Die Zweitplatzierten sorgten damit für eine handfeste Überraschung, konnten sie sich doch gegen ein international besetztes Top-Feld aus WRC-Fahrzeugen durchsetzen.
    In der neu geschaffenen Junior-DM waren Sven Haaf / Michael Kölbach (Citroën Saxo Super 1600) tonangebend. Sie kommen als Tabellenführer in der Junior-Wertung zum zweiten DRM-Lauf bei der ADAC/PRS-Havellandrallye Berlin-Brandenburg am 6. bis 7. April. „Ich finde es riesig, dass ich bei meinem ersten Einsatz für Skoda gleich die volle Punktzahl eingefahren habe“, strahlte Kahle im Ziel der ADAC Rallye Oberland. „Besonders freut es mich für das Team, dass die Anstrengungen für das WRC-Projekt mit einem Gesamtsieg belohnt wurden.“ Dass Kahle beim Debüt im WRC-Skoda seinen Sieg schließlich ungefährdet nach Hause fahren konnte, lag nicht zuletzt am Favoritensterben bei der Rallye am Fuß der Alpen. Rallye-WM-Pilot Niki Schelle, der sich in der Nacht vor dem ersten Rallyetag noch über die Geburt seines Sohnes Johannes freuen durfte, zeigte bei seinem Heimspiel im Ford Escort WRC eine tolle Leistung und konnte trotz technischer Unterlegenheit dem Meister der Saison 2001 dicht auf den Fersen bleiben. Ein Motorschaden machte der Jagd auf den Spitzenreiter jedoch ein vorzeitiges Ende. „Das ist wirklich schade für Niki“, gab auch Kahle zu. „Wir haben uns am Anfang einen spannenden Kampf geliefert und den Zuschauern damit etwas geboten“. Die Stelle des Hohenpeißenbergers Schelle als Zweitem nahm Sandro Wallenwein im Mitsubishi Lancer Evo VI ein, der sich in einem spannenden Finish gegen die international besetzte Gruppe der WRC-Fahrzeuge durchsetzen konnte. Schon frühzeitig war Uwe Nittel (Mitsubishi Carisma Evo VII) ausgeschieden, der in seinem brandneuen Fahrzeug mit Ölverlust im Ziel der dritten Wertungsprüfung aufgeben musste.

    Den ersten Schlagabtausch in der zunächst heiß umkämpften Junior-DM entschied Sven Haaf (Citroën Saxo Super 1600), der auf vierter Position im Ziel einlief, für sich: „Es hat viel Spaß gemacht, die großen Kit-Cars zu schlagen und teilweise auch mit den WRC-Fahrzeugen mitzuhalten“, freute sich der Windecker. Die Entscheidung in der – wie in der Rallye-Weltmeisterschaft – auf Super-1600-Fahrzeugen ausgetragener Wertung war dabei schon am ersten Rallyetag gefallen. Haaf profitierte unter anderem vom Ausfall des Opel-Youngsters Christoph Schleimer in der Wertung für Piloten bis 30 Jahre. Der Fahrer des Opel Rallye Team Holzer musste beim Debüt des Opel Corsa Super 1600 vorzeitig aufgeben: „Der Ausfall geht voll auf meine Kappe“, ärgerte sich Schleimer. „Beim Anbremsen einer Schikane auf WP 5 war ich zu schnell und wollte nicht abkürzen, um keine Strafsekunden zu kassieren. Aber es hat nicht gereicht, und ich habe mir an einem Betonteil die Radaufhängung zerstört.“ Auch WM-Pilot Kosti Katajamäki (VW Polo Super 1600) scheiterte beim ersten DRM-Lauf und schied aus.

    Die Zweiliter-Wertung für Gruppe-A-Fahrzeuge ohne Allradantrieb entschieden Martin Möckl / Marcus Poschner im Skoda Octavia Kit-Car für sich. Sie setzten sich damit nicht nur in ihrer Division vor Holger Knöbel / Andreas Schwalié (VW Golf 4 Kit-Car) durch, sondern sicherten Skoda als zweitbestes Team des Herstellers auch wertvolle Punkte in der prestigeträchtigen Markenwertung. Beste Mannschaft in der seriennahen Gruppe N wurde das Damenteam Christine Dietl / Vroni Britzger (Mitsubishi Lancer Evo VI). Die Rallye-Amazonen konnten damit ihren eigenen Teamchef hinter sich lassen: Der amtierende Vizemeister Hermann Gassner und sein Co-Pilot Siegfried Schrankl (Proton Pert) mussten sich auf der 17. von 19 Wertungsprüfungen den Tücken der Technik beugen und mit Motorschaden aufgeben. In der leistungsschwächsten Division 5 fuhren Peter Corazza / Mandy Querengässer im seriennahen Honda Civic Type R den Sieg vor Frank Höhner / Oliver Schumacher (Honda Integra Type R) nach Hause.

    Ebenfalls im Rahmen der ADAC Rallye Oberland wurde der erste Lauf zum international besetzten Mitropa-Cup ausgetragen. Die Italiener Claudio de Cecco / Alberto Barigelli (Ford Focus WRC) sowie ihre Landsleute Pierlorenzo Zanchi / Dario Desposito (Toyota Corolla WRC) konnten sich hier als Gesamtdritte und -vierte der Veranstaltung durchsetzen. Den ersten Lauf zum ADAC Rallye-Junior-Cup gewannen die Lokalmatadore Maik Steudten mit Co-Pilotin Lisa Baab (Citroën Saxo VTS). Damit konnte sich zum ersten Mal ein Neueinsteiger bei seinem Junior-Cup-Debüt an die Spitze setzen. Vladan Vasiljevic / Sebastian Geipel (VW Polo Gti 16 V) sowie Ronny Amm / René Tonn (Citroën Saxo VTS) folgten auf den Plätzen.


    ADAC Rallye Oberland - Endstand nach 19 Wertungsprüfungen (161,14 km)

    1. Matthias Kahle / Peter Göbel (Skoda Octavia WRC) 1:21.11,5 Std.
    2. Sandro Wallenwein/Pauli Zeitlhofer (Mitsubishi Carisma Evo VI) + 2.04,2 Min.
    3. Claudio de Cecco / Alberto Barigelli (Ford Focus WRC) + 2.25,0 Min.
    4. Sven Haaf / Michael Kölbach (Citroën Saxo Super 1600) + 3.38,9 Min.
    5. Piero Zanchi / Dario Desposito (Toyota Corolla WRC) + 3.45,2 Min.
    6. Martin Möckl / Marcus Poschner (Skoda Octavia Kit-Car) + 5.01,8 Min.
    7. Holger Knöbel / Andreas Schwalié (VW Golf Kit-Car) + 5.28,0 Min.
    8. Carsten Mohe / Timo Gottschalk (Renault Mégane Maxi) + 7.39,2 Min.
    9. Thomas Wallenwein / Burkhard Hesseler (Mitsubishi Lancer Evo Vi) +8.04,6 Min.
    10. Christine Dietl / Vroni Britzger (Mitsubishi Lancer Evo VI) +8.25,8 Min.


    Stand der DRM nach dem ersten Lauf

    Fahrerwertung:


    1. Matthias Kahle / Peter Göbel 40 Punkte
    2. Sandro Wallenwein / Pauli Zeitlhofer 30 Punkte
    Sven Haaf / Michael Kölbach 30 Punkte
    4. Martin Möckl / Marcus Poschner 26 Punkte
    5. Peter Corazza / Mandy Querengässer 20 Punkte
    6. Holger Knöbel / Andreas Schwalié 19 Punkte
    7. Frank Höhner / Oliver Schumacher 15 Punkte
    Carsten Mohe / Timo Gottschalk 15 Punkte
    9. Peter Zehetmaier / Jürgen Breuer 12 Punkte
    10. Michael Stapel / Ute Haase 10 Punkte
    Armin Holz / Dieter Hawranke 10 Punkte
    Dark Liebehenschel / Susanne Heiler-Kling 10 Punkte

    Junior-DM:

    1. Sven Haaf / Michael Kölbach 10 Punkte

    Markenwertung:

    1. Skoda 68 Punkte
    2. Citroën 30 Punkte
    3. Opel 10 Punkte

     
     
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