23. April 2018
 
 
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News - Rallye Weltmeisterschaft
Peugeot Doppelspitze in Schweden
2002-02-01 - sp

Grönholm führt in Schweden
 
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    Saison 2002
    Der erste Tag der Rallye Schweden endete mit einer Doppelführung für das Peugeot Team. Der Finne Marcus Grönholm war der Schnellste auf den 124.05 Wertungsprüfungskilometern, die in fünf WPs eingeteilt waren. „Es war kein einfacher Tag, denn ich bin mit der fünften Startposition in die Rallye gegangen und musste mit Neuschnee auf der Strecke kämpfen. Die Fahrer nach mir – darunter auch Harri Rovanperä – hatten einen Vorteil. Deshalb bin ich sehr überrascht über mein gutes Resultat“, sagte der Weltmeister der Saison 2000. Mit dem winzigen Abstand von 0,9 Sekunden kam sein Teamkollege und Landsmann Harri Rovanperä auf dem zweiten Platz ins Etappenziel. Der Zweitplatzierte gab folgendes zu Protokoll: „Ich bin zufrieden. Wir haben von unserer späten Startposition profitiert, außerdem war unsere Reifenwahl perfekt. Allerdings hatte ich auf den letzten beiden Prüfungen einen kleinen Defekt am Gaspedal, das hat einige Sekunden gekostet.“
    Der dritte Peugeot, der vom aktuellen Weltmeister Richard Burns pilotiert wurde, findet sich in den Ergebnislisten nur auf dem dreizehnten Platz wieder. Das Ergebnis verdankte der Brite einem Dreher und daraus resultierenden verstopften Kühleinlässen in der Frontpartie. „Der Unfall war mein Fehler. Wir haben uns gedreht und sind an einer schnellen Stelle in eine Schneebank gerutscht. Daraufhin war die Frontpartie mit Schnee verstopft. Weil die Motortemperatur anstieg und wir keinen Motorschaden riskieren wollten, haben wir angehalten und den Schnee entfernt“, nahm Burns die Schuld auf sich. Auch Peugeot Sport-Direktor Corrado Provera war mit dem Auftakttag der Rallye zufrieden: „Es war ein guter Tag für Peugeot. Wir liegen mit zwei Autos an der Spitze. Weniger als eine Sekunde trennt Marcus und Harri. Wir werden heute keine Teamorder aussprechen, denn beide Fahrer wissen, was sie zu tun haben: Sie müssen kämpfen und gleichzeitig ihre Autos ins Ziel bringen.“

    Auf dem dritten Platz am Ende des Tages kam der Schotte Colin McRae ins Ziel und bestätigte so die gute Performance der Ford-Truppe, die schon in Monte Carlo festzustellen war. Die beiden noch im Wettbewerb befindlichen Ford Focus World Rallye Cars überstanden den Tag ohne irgendwelche technischen Probleme. Diese Tatsache dürfte dazu führen, dass sich der junge Marko Märtin noch mehr über seinen Testunfall ärgert, als er es ohnehin schon tut. Die Nennung für Märtin wurde von Ford nach seinem Unfall zurückgezogen.
    „Ich kann keine Ursache finden, warum die Peugeots im Gegensatz zu uns, so stark aussehen. Es ist einfach das gesamte Paket, was besser zu funktionieren scheint als unseres, obwohl ich mit unserem Auto und der heutigen Reifenwahl zufrieden war, müssen wir einfach abwarten was uns der morgige Tag bringt“, sagte der Schotte.
    Sein Teamkollege, der Spanier Carlos Sainz, brachte das Focus WRC auf dem achten Platz liegend ins Etappenziel. „Es war schwer heute. Wir mussten den ganzen Neuschnee, für die hinter uns gestartet Fahrer, von der Strecke fahren und das ist nicht gerade ein Wettbewerbsvorteil. Ich weiß nicht wo der Unterschied zu Marcus (Grönholm) liegt. Von den Zeiten lagen wir gar nicht so weit aus einander. Wir sind aber nicht so weit weg von den Top 6 und ich denke, dass wir noch um Punkte kämpfen können.

    Wie schon bei der Rallye Monte Carlo, lief es auch in Schweden, für das Mitsubishi Team nicht besonders gut. Aber der vierte Platz in der Tageswertung für den jungen Jani Paasonen ist ein Lichtblick und lässt Hoffnungen offen. Der Franzose Francois Delecour, der mit dem neunten Platz den besten Mitsubishi Lancer im Fürstentum fuhr, liegt in Schweden nach dem ersten Tag nur auf dem 43 Rang. Er verlor nach einem Ausritt über fünfzehn Minuten. Jani Paasonen, der seit dieser Saison in den Diensten von Mitsubishi steht, hielt die Fahnen der Japaner hoch und belegte mit 53.6 Sekunden Rückstand den vierten Platz. „Ich bin sehr zufrieden, dass alles so glatt gelaufen ist. Ich habe vor der Rallye nicht so viel getestet und habe mich heute mehr daraus konzentriert keine Fehler zu machen. Der Lancer war heute leicht zu fahren und manche der Wertungsprüfungen kannte ich schon aus den vergangenen Jahren. Ich hoffe das wir die Pace weiterhin mitgehen können“, sagte ein sichtlich zufriedener Paasonen am Abend.
    Der zweitbeste Lancer kam auf dem elften Platz ins Etappenziel und wurde von Alister McRae gefahren. McRae war mit dem Tag zurfrieden: „Es ist ganz gut gelaufen, das Auto lässt sich gut fahren. Ich habe mich nur über die falsche Reifenwahl geärgert, denn dadurch haben wir einige Sekunden verschenkt und das kann man sich hier nicht erlauben.“

    Die Hyundai-Piloten profitierten alle von ihrer großen Startnummer und fanden dementsprechend saubere WPs vor. Der beste der drei ist Freddy Loix, der auf dem fünften Platz liegt.
    Der Altmeister Juha Kankkunen und sein Teamkollege Juha Repo haben den siebten Platz inne und den Deutsche Armin Schwarz findet man auf dem 31. Rang in den Ergebnislisten der FIA. Nach einem Fehler auf WP4 verlor Schwarz viel Zeit, als er sich den Weg zur Strecke bahnen musste und fiel aus den Top 30. „Es war einen schnelle Links und wir sind geradeaus gefahren. Dabei beschädigten wir uns unsere Zusatzscheinwerfer und mussten die letzt Prüfung mit normalem Licht fahren. Bisher ist es eine enttäuschende Veranstaltung“, seufzte Schwarz.

    Der Monte-Sieger Tommi Mäkinen hatte am heutigen Tag erst mit einem nicht ganz passenden Setup und dann mit einem Ausfall zu kämpfen. Nach einem Ausrutscher in einen Schneewall verstopfte sich Mäkinen die Lutfeinlässe an der Frontpartie und musste sein Einsatzfahrzeug später wegen überhitztem Motorabstellen. „Wir trafen einen dicken Schneewall, fuhren weiter, weil wir dachten, es sei nichts passiert und sahen dann ein paar Kilometer später, dass die Motortemperatur sehr weit angestiegen war. Wir hielten an, um nach dem Rechten zu schauen aber wir hatten kein Wasser mehr im Kühlsystem und mussten aufgeben“, teilte Pechvogel Mäkinen mit. Sein Teamkollege Petter Solberg kam auf dem sechsten Rang ins Tagesziel.

    Bester Citroen-Fahrer war am Morgen sehr lange der Schwede Thomas Radström. Aber Radström verlor bei einem Ausrutscher viel Zeit und fiel aus den Top 10. Er liegt im Moment auf dem 36. Rang.
    Sebastien liegt also mit dem 26. Rang, auf den er ebenfalls nach einem Ausrutscher zurückfiel, der besser der beiden Citroen.


    Die Top10 nach dem ersten Tag (WP5):

    1 Gronholm (FIN) Peugeot 1h 06m 11.9
    2 Rovanpera (FIN) Peugeot +0.9
    3 McRae (GB) Ford +41.5
    4 Paasonen (FIN) Mitsubishi +53.6
    5 Loix (B) Hyundai +1m 01.5
    6 Solberg (N) Subaru +1m 02.7
    7 Kankkunen (FIN) Hyundai +1m 09.1
    8 Sainz (E) Ford +1m 09.2
    9 Tuohino (FIN) Ford +1m 16.3
    10 Lindholm (FIN) Peugeot +1m 20.5

     
     
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