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News - Rallye Weltmeisterschaft
St. Wendel im Zentrum des Welt-Rallyesports
2001-12-09 - sp

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    Saison 2002
    St. Wendel und Umgebung werden im kommenden Jahr für rund eine Woche im Zentrum des weltweiten Motorsport-Interesses stehen. Erstmals geht mit der ADAC Rallye Deutschland vom 22. bis 25. August 2002 ein Lauf zur WRC (World Rally Championship) auf deutschem Boden über die Bühne. Damit wird ein lang gehegter Traum der Organisatoren vom ausrichtenden ADAC Saarland Wirklichkeit: Die international erste Garde der Rallye-Piloten – vom aktuellen Weltmeister Richard Burns über Asse wie Carlos Sainz oder Tommi Mäkinen bis hin zum deutschen Vorzeige-Piloten Armin Schwarz – macht im Saarland Station. Der Ablauf der Rallye wird dem „Bewerbungsjahr“ 2001, als die ADAC Rallye Deutschland nur zur Europameisterschaft zählte, in weiten Teilen ähneln. Unterschiede ergeben sich lediglich aus der durch den Motorsport-Weltverband FIA geforderten Mindestlänge von 400 km Wertungsprüfungen (statt 350 WP-Kilometer im Vorjahr). So werden 2002 voraussichtlich alle WP‘s zwei Mal gefahren – auch um unnötige Zuschauerwanderungen zu vermeiden. Im Saarland sind dies am Sonntag, 25. August, die Wertungsprüfung „Petersberg“ zwischen Braunshausen und Selbach, die WP „Bosenberg“ bei Urweiler und die WP „Bostalsee“. Und schon einen Tag zuvor steht das erste Highlight im Saarland auf dem Programm: die so genannte „Super Special“ in St. Wendel, eine 2,68 km kurze Sprintstrecke, bildet sowohl Samstag als auch am Sonntag jeweils die letzte Wertungsprüfung des Tages und wird den Elitepiloten wieder alles abverlangen wird.

    Serviceplatz am Bostalsee geplant
    Kleiner Wermutstropfen für die St. Wendeler: Der Serviceplatz, der im Vorjahr noch in St. Wendel aufgebaut wurde, reicht für WM-Verhältnisse nicht mehr aus, so dass der Rallye-Tross umziehen muss. Einer der Ersatz-Kandidaten für den notwendig gewordenen Umzug ist der Bostalsee, der dann sogar am Rallye-Samstag und am Sonntag von den WM-Teams genutzt würde. Dort stehen die benötigten Flächen von rund 30.000 qm zur Verfügung, wobei einige Bereiche des direkt am See gelegenen Areals noch entsprechend vorbereitet werden müssen. Den Verantwortlichen der FIA wurden entsprechende Pläne zur Prüfung bereits vorgelegt. Mit der Entscheidung rechnet der Sportleiter des ADAC Saarland, Karl-Heinz Finkler, in den nächsten Wochen, wobei auch der andere mögliche Ort für den Service der Teams, das Truppenübungsgelände in Baumholder, nur wenige Kilometer von St. Wendel entfernt liegt.

    Rallyebüro in St. Wendel
    „Egal, wo der Serviceplatz schließlich liegen wird, auf uns kommt eine Menge Arbeit zu“, weiß der Leiter des Rallyebüros, Günter Jung. Zu seiner Unterstützung – der Saarländer leitet die administrativen Geschicke der Rallye vom ADAC-Büro in München aus – wurde eine Zweigstelle „vor Ort“ eingerichtet. Im St. Wendeler Rathaus Nr. 5 an der Wendalinusstraße richtet sich die ADAC Rallye Deutschland unter der Leitung der erfahrenen Rallye-Expertin Waltraud Wünsch ein. Mehrere Büros und ein Lager können die Rallye-Organisatoren dank der Unterstützung des St. Wendeler Bürgermeisters Klaus Bouillon zu günstigen Konditionen nutzen. „So ist der direkte Draht zur Verwaltung der Stadt und anderen wichtigen Behörden gewährleistet“, erklärt Günter Jung. „Ein unschätzbarer Vorteil, weil wir hier im wahrsten Sinne des Wortes ‚kurze Wege‚ nutzen können.“

    Belebung des Fremdenverkehrs
    Das auch die Stadt und die Region St. Wendel von der deutschen WM-Rallye profitieren, liegt auf der Hand. 700 Zimmer hat allein der Veranstalter entlang der Rallye-Strecke zwischen Trier und St. Wendel gebucht – von den Rallye-Teams dürften noch einmal 4.000 benötigte Betten hinzukommen. Dabei sind die Rallye-Fans noch gar nicht eingerechnet. Jung: „Nach den Erfahrungen beim Probelauf 2001 gehen wir für den ersten‚ echten‚ WM-Lauf von weit über 200.000 Zuschauern aus, die in der Region Hotelzimmer und Verpflegung benötigen.“ Karl-Heinz Finkler ergänzt: „Im Schnitt gehen die Organisatoren der europäischen WM-Läufe von einem Gesamtumsatz von 40 Millionen Mark aus, den ein solches Event in die Region bringt.“ Ein Aufkommen, das erklärt, warum bei vielen Rallyes weltweit die regionalen Fremdenverkehrsverbände sogar Mitveranstalter oder Sponsor des Events sind.

     
     
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